Neue Synagoge feiert 20-Jähriges Bestehen

Dresden- Die Jüdische Gemeinde zu Dresden hat in einer Festveranstaltung die Weihe der neuen Synagoge am Hasenberg gefeiert. Diese fand vor genau 20 Jahren, am 9. November 2001 statt. Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeister Dirk Hilbert haben an den Feierlichkeiten teilgenommen.

"Der 9. November steht wie kein anderer Tag in der deutschen Geschichte für schlimmste Abgründe und zugleich Aufbruch und Zuversicht." So hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Dienstag Abend in der Neuen Synagoge geäußert. Am 9. November hat die jüdische Gemeinde zu Dresden den 20. Jahrestag der Weihe der Neuen Synagoge am Hasenberg gefeiert. Coronabedingt fand die Veranstaltung nur im kleinen Kreis geladener Gäste statt. Außenstehende haben die Festlichkeit im Livestream verfolgen können. Musikalisch wurde die Veranstaltung mit Instrumentalstücken und Gesang vom Synagogenchor Dresden begleitet.

Michael Hurshell, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Dresden gedachte den Menschen, welche den Bau der Synagoge im Jahr 2001 ermöglichten und sie seitdem zu einem Ort der Begegnung sowie zum kulturellen und religiösen Austausch machten. Doch Hurshell verwies auch darauf, dass man seit den rechtsextremistischen Anschlägen von Halle im Jahre 2019 gezwungen sei abzuwägen, wie Offenheit und Sicherheit miteinander zu vereinbaren sind. Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte, dass es für ihn keine Selbstverständlichkeit sei, dass jüdisches Leben in der Bundesrepublik und dem Freistaat Sachsen heutzutage wieder zum Alltag gehört.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert verwies in seiner Rede auf die dunkle Erinnerung der Reichspogromnacht, als am 09. November 1938 die alte Synagoge in Dresden von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde. Allerdings verbindet er auch Positives mit diesem Datum. hilbert machte aber auch klar, dass noch immer Handlungsbedarf bestehe um jüdisches Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Der Neubau der Dresdner Synagoge wurde von verschiedenen Seiten gefördert, auch private Spenden flossen in das Projekt ein. Die jüdische Gemeinde zu Dresden hat derzeit rund 760 Mitglieder.