Neuer Forschungsbau an der TU Chemnitz

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hat am Freitag beschlossen, neun im gesamten Bundesgebiet verteilte und vom Wissenschaftsrat vorgeschlagene Forschungsbauten zu fördern.

Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer freut sich besonders darüber, dass für die 2013 beginnende Förderphase auch eine Forschungsinitiative aus Sachsen Unterstützung erhält. Mit MAIN, einem „Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen“ an der Technischen Universität Chemnitz, kann nun ein vielversprechendes Vorhaben umgesetzt werden.

Das Ziel des Zentrums ist es, eine neue Klasse von Nanomembran-Materialien zu entwickeln, die ein breites Anwendungspotenzial unter anderem in den Bereichen hochleistungsfähiger und ultra-schneller flexibler Elektronik, Magnetoelektronik und ultrakompakter Energiespeicher aufweisen. „Das Forschungsvorhaben an der TU Chemnitz hat eine klare Zielstellung, ist von hoher wissenschaftlicher Qualität und Relevanz und zudem interdisziplinär angelegt. Diese Faktoren überzeugten und haben die Zustimmung leicht gemacht“, erklärte Sabine von Schorlemer die Entscheidung der GWK. Mit den Baumaßnahmen soll 2013 begonnen werden.

Mit dem Ja zur Förderung und einer Summe von rund 43,6 Millionen Euro steht dem Bau des neuen Gebäudes und der Umsetzung der Forschungspläne an der TU Chemnitz nichts mehr im Wege. Das zentrale Ziel, das die Wissenschaftler mit ihrem Forschungsvorhaben verfolgen wollen, ist die Verknüpfung von anwendungsnaher und Grundlagenforschung auf Feldern der Materialwissenschaften mittels einer neuen Klasse sogenannter Nanomembran-Materialien.

Für Prof. Dr. Arnold van Zyl, Rektor der TU Chemnitz, bedeutet die Finanzierung des neuen Forschungsbaus zugleich eine Würdigung der langjährigen Forschungsleistungen der beteiligten Wissenschaftler. „Vor wenigen Tagen erst erhielt die TU Chemnitz im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder eine weitreichende Förderung im Bereich der Exzellenzcluster.

Nun bekommt die TU Chemnitz innerhalb der aktuellen Förderperiode von Forschungsbauten im Bundesvergleich den größten Anteil. Dieses wiederholte Bekenntnis des Bundes und der Länder unterstreicht, welchen hohen Stellenwert die Forschung an der TU Chemnitz in Deutschland hat. So können wir unser Markenzeichen `Relevante Exzellenz´ weiter ausbauen“, so Arnold van Zyl.

Das Gebäude wird seinen Standort auf dem Campus der Universität haben und auf 4.000 Quadratmetern Platz für etwa 100 Wissenschaftler bieten. Die Nutzung durch weitere Einrichtungen der TU Chemnitz sowie der Ausbau von Kooperationen mit außeruniversitären Instituten ist innerhalb gemeinsamer Projekte vorgesehen.