Neuer Freizeittrend für Leipziger Leseratten – „Bookcrossing“ auf dem Vormarsch

Neben Geo-Caching gibt es einen weiteren , ähnlichen Freizeittrend – der nennt sich Bookcrossing. Wie der Name schon sagt, geht es dabei um Bücher. Die muss man allerdings nicht verstecken und suchen, man kann sie pflücken. +++

Der sogenannte „Bücherbaum“ im Leipziger Clara-Zetkin-Park lockt schon seit Wochen zahlreiche Bücherfreunde ins Grüne. Nicht, weil man unter ihm so gut lesen könnte. Sondern weil an seinen Ästen mehrere dutzend Bücher hängen. Jeder kann kommen, sich ein Buch „pflücken“ und darin schmökern.

„Das ist einfach noch ein Ort, um Bücher frei zu lassen. Außerdem hängen hier in der Saison auch Bücher zum mitnehmen.“, so Andreas Gleiser, Initiator des Leipziger Bücherbaums.

Bücher freilassen? Hängende Bücher in hängenden Bäumen? Bookcrossing? Was verbirgt sich hinter dem Trend? Andreas Gleiser gibt die Antwort: „Bookcrossing ist eine freie Bibliothek, die es in der ganzen Welt gibt. Man nimmt sich hier die Bücher und lässt sie dort wieder frei.“

Auch als Nicht-„Bookcrosser“ kann man sich am Baum ein Buch herunter pflücken. Wenn man es nicht mehr möchte, weil man es zu Ende gelesen hat, dann lässt man es einfach irgendwo wieder „frei“. Eine Rückgabe am Bücherbaum ist nicht erforderlich.

Laut Gleiser wird die Lektüre allerdings auch manchmal etwas schlechter behandelt. Dann allerdings nicht nur Bookcrosser, sondern durch Passanten, die zufällig am Baum vorbei gehen. Das sind aber zum Glück nur Einzelfälle. Ansonsten ist Bookcrossing ein Trend, der sich weltweit großer Beliebtheit erfreut.

Und auch die Stadt Leipzig scheint ein Herz für Bookcrosser zu haben, denn das Aufhängen der Bücher am Baum wird von der Verwaltung gestattet. Bereits im Frühjahr hängen dann wieder neue Bücher am Bücherbaum im Clara-Zetkin-Park und warten darauf, gepflückt zu werden.