Neuer LKA-Chef will innere Sicherheit erhöhen

Dresden – In einer Feierstunde hat Innenminister Markus Ulbig die neuen Führungskräfte der sächsischen Polizei in ihre Ämter eingeführt. Durch den Personalumbruch soll der Verjüngungsprozess der Führungsriege eingeleitet werden.

Petric Kleine ist der neue Mann an der Spitze des sächsischen Landeskriminalamts. Der gebürtige Sachse wurde am Donnerstagmittag von Innenminister Markus Ulbig in sein neues Amt eingeführt. Als Leiter des LKA will er vor allem das angeschlagene Image der obersten sächsischen Polizeibehörde aufpolieren und die Herausforderungen der heutigen Zeit in Angriff nehmen. Kleine folgt auf Jörg Michaelis, der seinen Posten an der Spitze des LKA räumen musste und fortan die Leitung des Polizeiverwaltungsamtes übernehmen wird. Michaelis geriet nach dem Einsatz im Fall al-Bakr in die Kritik. Die eingesetzte Expertenkommission hatte Fehler festgestellt, die dazu geführt hatten, dass der Verdächtige in Chemnitz zwischenzeitlich entkommen konnte. Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage in Europa fordert der neue LKA-Chef Petric Kleine deshalb eine bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden.

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Komplettiert wird das Personalroulette der Führungskräfte durch Reiner Seidlitz. Der ehemalige Leiter der Zwickauer Polizeidirektion übernimmt künftig den Posten des sächsischen Polizeiinspekteurs. Von dem personellen Umbruch erhofft sich Innenminister Markus Ulbig eine Verjüngung der Führungsriege. Ein Prozess der in den kommenden Jahren fortgeführt werden soll. Ein altes Problem bleibt dennoch bestehen. Im vergangenen Jahr haben die mehr als 12.000 sächsischen Polizisten fast 900.000 Überstunden angehäuft. Auch die neu eingeführten Wachpolizisten konnten dieser Überbelastung bislang nicht entgegenwirken.