Neuer Polizeipräsident Kubiessa: „Es ist notwendig, den Kontrolldruck zu erhöhen.“

Dresden - Jörg Kubiessa wird neuer Leiter der Polizeidirektion Dresden. Das hat das Kabinett auf seiner heutigen Sitzung beschlossen. Der 54–Jährige tritt damit die Nachfolge von Horst Kretzschmar an. Vorgänger Kretzschmar wechselte im vergangenen Jahr ins Innenministerium und ist seit dem 1. Januar 2019 Landespolizeipräsident in Sachsen.

Innenminister Prof. Dr. Wöller: „Mit Jörg Kubiessa tritt ein einsatzerfahrener Polizist an das Steuer der Polizeidirektion in der Landeshauptstadt. Ich bin mir sicher, dass er die dortigen Aufgaben und die anstehenden Herausforderungen mit Gespür und Scharfsinn angehen beziehungsweise lösen wird. Als Teil der neuen Generation von Führungskräften in der Polizei Sachsen wünsche ich Jörg Kubiessa viel Erfolg.“ Jörg Kubiessa (54), Leitender Polizeidirektor, seit 2013 Leiter Führungsstab bei der Polizeidirektion Chemnitz, davor unter anderem Leiter des Lagezentrums im Innenministerium, verschiedene Referententätigkeiten im Innenministerium sowie Leiter des Polizeireviers Zwickau

In der Polizeidirektion Dresden sind derzeit rund 2.500 Bedienstete und Beamte beschäftigt. Die Behörde ist mit ihren 26 Polizeirevieren und Polizeistandorten für die Landeshauptstadt Dresden aber auch für die Landkreise Meißen sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zuständig. Auf dem Territorium leben aktuell etwas mehr als 1 Million Menschen.

 

Im Pressegespräch sprach er über seine Schwerpunkte und Ansichten zur Zukunft der Dresdner Polizei und beantwortete Fragen.

Ein Schwerpunkt sei die Ausübung des Versammlungsrechts. "Wir befinden uns in einem sogenannten Wahlkampfjahr und dazu gehört die Möglichkeit, auf der Straße sich friedlich zu versammeln,
seine Meinung zu äußern - das ist ein essentielles Recht unserer Demokratie - und wir als Polizei haben den Auftrag, das abzusichern." "Ein weiteres Thema ist Sicherheit (...) gleichwohl geht's aber auch um Präsenz." Wenn es es öffentlichen Plätzen notwendig sei, die Kriminalität zu senden, müssen mehr Kontrollen durchgeführt werden und der Kontrolldruck erhöht werden.

Er fand auch klare Worte zur aktuellen Verantwortung der Polizei: "Extremismus, politischen Extremismus will unsere demokratische Grundordnung abschaffen. Und auf Extremismus baut Terrorismus auf. Und Veränderungen, wirtschaftlichem politische, gesellschaftliche, die Menschen Angst machen unterstützen sowas.  Und deswegen ist es so wichtig, das wir als Polizei sowohl konsequent gegen Extremismus vorgehen als auch dieses Sicherheitsgefühl versuchen herzustellen mit zu begünstigen.", so Jörg Kubiessa.

Kubiessa betonte, seine Vorgänger hätten gute Arbeit geleistet und er müsse nun darauf aufbauen. Es sei nicht nötig, irgendwas auf den Kopf zu stellen.