Neuer RB-Sportdirektor Ralf Rangnick: „Muss die Strukturen in Leipzig erst kennen lernen:“

Wie Sonntag bekannt wurde, übernimmt der ehemalige Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick ab sofort die sportlichen Geschicke bei RB Leipzig und Red Bull Salzburg. Wie Rangnick am Montag mitteilte, war das allerdings eine kurzfristige Entscheidung. +++

„Die ersten Gespräche gab es am vergangenen Donnerstag. Seitdem steht fest, dass ich den Posten übernehme. Ich muss den Fokus deshalb erst einmal auf Salzburg legen, da die Mannschaft ja momentan schon im Training ist und bald in der Qualifikation um die Champions League spielt. Danach kümmere ich mich um die Situation in Leipzig.“, so Rangnick.

Rangnick kündigte aber bereits jetzt schon an, einige Veränderungen in der Messestadt vorzunehmen: „Leipzig hat einen überdurchschnittlichen Etat für die Regionalliga. Dennoch hat man es nicht geschafft, zwei Mal hintereinander in die dritte Liga aufzusteigen. Da muss ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen und dann eventuelle, personelle Schritte unternehmen, um dieses Ziel nun zu erreichen.“, so der „Fußballlehrer“ weiter.

Rangnick schätzt aber jetzt schon die Ausgangssituation in Leipzig: „Da gibt es im Umkreis von 250 Kilometern keinen Profiverein. Abgesehen von Dynamo Dresden. Da finde ich es gut, dass man in Leipzig so etwas aufbaut. Zumal ich eine besondere Beziehung zu den Menschen in der ehemaligen DDR habe.“

Der neue RB-Sportdirektor schwärmt weiterhin von den Trainingsbedingungen in Leipzig: „Die Voraussetzungen dort sind außergewöhnlich gut.“ Rangnick plant aber dennoch weiter. Vor allem der Jugendbereich soll gestärkt werden: „Die Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs und Profis muss besser werden. Es sollen mehr eigene Talente aus Leipzig in der A-Mannschaft spielen.“

Der 53-jährige, ehemalige Coach wird sowohl in Deutschland wie in Österreich die Geschicke der Sportprojekte von Red Bull leiten. Er erhält einen Vertrag bis 2015. Sein Wohnsitz wird allerdings in Salzburg sein. In der Messestadt wird Rangnick aber oft vorbeischauen.

Was mit dem bisherigen RB-Leipzig-Sportdirektor Loos (hatte den Club erst Anfang 2012 vom 70-Tage-Mann Thomas Linke übernommen) passiert, ließ der Verein allerdings noch offen. Auf Anfrage von LEIPZIG FERNSEHEN wollte man sich diesbezüglich noch nicht äußern.

Cheftrainer bei den Salzburgern wird indes Roger Schmidt, der zuletzt noch den SC Paderborn in der zweiten Bundesliga coachte. Und ein Name, der schon seit geraumer Zeit um das Red Bull-Projekt kreiste, wurde ebenfalls bestätigt: Gerard Houllier, unter anderem Trainer bei Aston Villa und dem FC Liverpool, wird als neuer Global Sports Director die Leitung über die gesamte Sportabteilung des Energydrink-Herstellers übertragen.