Neuer Uferbereich in Aue bietet besseren Hochwasserschutz

Nach anderthalb Jahren Bauzeit übergibt Umweltminister Frank Kupfer am Samstag gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung das Terrassenufer an der Zwickauer Mulde. +++

Nach anderthalb Jahren Bauzeit ist ein weiterer wichtiger Abschnitt im Hochwasserschutz der Stadt Aue (Erzgebirgskreis) fertiggestellt. Umweltminister Frank Kupfer übergibt am Samstag  gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung das Terrassenufer an der Zwickauer Mulde zwischen Schulbrücke und Schillerbrücke. „Bei diesem Teilstück ist der Hochwasserschutz optimal in das Lebensumfeld der Menschen integriert“, sagt der Minister. „So gibt es jetzt an der Schillerbrücke einen Zugang zur Zwickauer Mulde. Der Uferbereich lädt Kinder zum Spielen und Erwachsene zum Verweilen ein.“ Grundlage bei den Baumaßnahmen war der Leitgedanke „Mensch und Natur in der Stadt“, nach dem in Aue bereits an mehreren Stellen des Schwarzwassers und der Zwickauer Mulde Gewässerzugänge und begehbare Uferbereiche in den Hochwasserschutz integriert wurden. 

Im Rahmen der Sanierung der erforderlichen Hochwasserschutzmauern im Bereich von Schulbrücke bis Schillerbrücke musste eine Gewässerzufahrt sowie eine am Ufer befindliche Baustraße hergestellt werden. Diese wurden nach Fertigstellung der Hochwasserschutzmauern als Uferweg und als Gewässerzugang in Form einer Freitreppe umgestaltet und in den Hochwasserschutz integriert. Aufgrund der vorhandenen Geländegegebenheiten kann die Anlage überflutet werden, ohne dass eine Gefährdung anderer Bereiche davon ausgeht. Durch die Integrierung einer Freitreppe ist einerseits die Zwickauer Mulde für Einheimische und Besucher erreichbar und erlebbar, der Hochwasserschutz andererseits aber trotzdem gewährleistet. Außerdem sind Teile der Hochwasserschutzmauern als „Aussichtspunkte“ auf die Zwickauer Mulde gestaltet. Die Baumaßnahmen hatten im März 2010 begonnen und haben 1,8 Millionen Euro gekostet. Diese werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt.

„Die jetzt beendete Baumaßnahme verbessert weiter den Hochwasserschutz für die Stadt Aue“, sagt Kupfer. „Damit sind die Investitionen an der Zwickauer Mulde und am Schwarzwasser von bisher 8,7 Millionen Euro jedoch noch nicht abgeschlossen.“ Noch in diesem Monat soll ein weiterer Bauabschnitt am Schwarzwasser von der Zwickauer Mulde bis zur Bahnbrücke ausgeschrieben werden. Der Baubeginn ist für Anfang 2012 geplant. 

Darüber hinaus sind für die Zwickauer Mulde und das Schwarzwasser in Aue weitere Hochwasserschutzmaßnahmen für rund sieben Millionen Euro geplant, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen. Im Ergebnis sollen sie die Stadt künftig bis zu Hochwassern schützen, wie sie statistisch einmal in 50 Jahren am Schwarzwasser und einmal in 100 Jahren an der Zwickauer Mulde vorkommen. Das Augusthochwasser 2002 hatte in Aue in großem Umfang Einrichtungen, Unternehmen und Wohnhäuser geschädigt. Kernbereiche der Stadt waren durch das Schwarzwasser und die Zwickauer Mulde überflutet.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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