Neues aus dem Leipziger Stadtrat

Leipzig entwickelt sich mit rasanter Geschwindigkeit. So schnell, dass die Leiter und Lenker unserer Stadt alle Hände voll zu tun haben, damit bei der Planung der Zukunft auch ja kein Aspekt unbedacht bleibt.   

 Leipzig entwickelt sich mit rasanter Geschwindigkeit. So schnell, dass die Leiter und Lenker unserer Stadt alle Hände voll zu tun haben, damit bei der Planung der Zukunft auch ja kein Aspekt unbedacht bleibt. 

In der Sitzung des Stadtrates ging es gestern Abend um einige dieser wichtigen Aspekte. Und die sorgten Teilweise für sehr viel Aufregung unter den Anwesenden. Denn nicht jeder Stadtrat hat die gleichen Ansichten – gerade was „Menschlichkeit“ anbelangt.

Zum letzten Mal – vor der Sommerpause in den Monaten Juli und August – tagte der Leipziger Stadtrat gestern Abend im neuen Rathaus. Mit hochbrisanten Themen, Abstimmungen und einigen hitzigen Debatten, die vielleicht auch ein Wenig über die Stadtratslosen Wochen hinwegtrösten.

Eines dieser Themen war Tagesordnungspunkt 13.3: eine Konzeptentwicklung zur dezentralen Unterbringung von Asylsuchenden in Leipzig. Bereits vor einem Jahr verwarf man die Idee eines Asylbewerberheimes am äußeren Stadtrand. Jetzt müssen neue, menschlichere Konzepte erarbeitet werden.

Im Video: Die heftige Debatte der Leipziger Stadträte im Wechselspiel mit NPD-Stadtrat K. Ufer

Selbstverständlich stimmte der Stadtrat dem Antrag anschließend mit großer Mehrheit zu. Jedoch – wen wundert es – mit zwei Gegenstimmen der NPD Stadträte.

Doch nicht nur Menschen brauchen in Leipzig Platz. Auch Autos wollen untergebracht werden. Und gerade dem „Mammutprojekt“ Zoo fehlt es wohl bald an geeigneten Stellplätzen, wie Bürgermeister Faber zu belegen weiß.

Interview: Michael Faber – Kulturbürgermeister der Stadt Leipzig

Besucher reisen demnach vorrangig mit dem Auto an. Die einzig richtige Entscheidung fiel kurz darauf: die Stadt Leipzig beteiligt sich mit mehr als 8 Millionen Euro an der Finanzierung eines zweiten Parkhauses am Zoo.

Mit der Gewissheit, in Sachen Lebensqualität und Touristenkomfort künftig auf einem guten Weg zu sein, können sich die Stadträte nun in den wohlverdienten Urlaub begeben. Wieder sehen wir sie erst am 15. September – in einer neuen Sitzung des Leipziger Stadtrates.