Neues Blutspendezentrum der Uni Leipzig in Betrieb

Am 29. Juli öffneten zum ersten Mal die Pforten der neuen Spendeeinrichtung der Universitätsklinikum-Leipzig-Blutbank. Sie ist kürzlich in die Johannisallee 32 umgezogen.+++

Am 29. Juli um 7 Uhr morgens war es soweit: Nach einem eintägigen organisationsbedingten Stillstand in der vergangenen Woche lief zum ersten Mal der Betrieb der neuen Spendeeinrichtung der Universitätsklinikum-Leipzig-Blutbank an, die kürzlich in die Johannisallee 32 umgezogen ist.

Spender und Mitarbeiter des Instituts sind sich einig, dass der Neubau der Transfusionsmedizin gelungen ist, auch wenn noch nicht alle Abläufe perfekt eingespielt sind und es einige letzte kleine Mängel zu beseitigen gibt. Doch deutlich wird schon jetzt, dass für das UKL und seine Blutbank, den zweitgrößten universitären Blutspendedienst Deutschlands, die 7,8 Millionen Euro teure Sanierung des 1928 erbauten Gebäudes eine sinnvolle Investition gewesen ist. So wurde mit der Zusammenführung der beiden Institutsteile Leipzig-Mitte und Leipzig-Nord die längst überfällige Zentralisierung der bisher acht Kilometer voneinander entfernten zwei Standorte des Instituts endlich umgesetzt. Vor allem resultieren aus dieser strukturellen Veränderung logistische Vorteile, da unter anderem das aufwändige Hin- und Hertransportieren von Blutprodukten quer durch Leipzig entfällt.

„Wir sind durch die Zusammenlegung wesentlich flexibler in der Konservenversorgung des Klinikums, kurzfristig angeforderte Sonderpräparate können nun noch schneller aufbereitet und durch die direkte Anschließung an die Rohrpost des Uniklinikums in kürzester Zeit beim Patienten sein“, betont Professor Doktor Gert Matthes, Leiter des Instituts.

Die Transfusionsmedizin ist in das Gebäude zurückgekehrt, in welchem vor 80 Jahren in Leipzig die erste organisierte Blutspende in Deutschland gegründet wurde. Das Institut ist einer der größten Blutspendedienste der Region und versorgt außer den Einrichtungen des Universitätsklinikums Leipzig weitere Krankenhäuser des Regierungsbezirks Leipzig. Jährlich werden hier mehr als 120.000 Blutkonserven hergestellt und mehr als 60.000 Blut- und Plasmaspenden entgegengenommen.