Neues Domizil für Chemnitzer Theaterverein?

Anfang des Monats fiel beim „Armen Theater“ in der Chemnitzer Schönherrfabrik der letzte Vorhang.

Ein Loch in der Vereinskasse war nicht mehr zu stopfen, das Aus für zahlreiche kulturelle Projekte in Chemnitz! Doch auch in solchen schweren Stunden lassen sich die Kulturschaffenden nicht unterkriegen. Sie gründen einen neuen Verein und finden ein neues Dach über dem Kopf.

Der Ausstellungs- und Veranstaltungsraum „3K“ auf dem Chemnitzer Kaßberg soll die neue Heimat des insolventen Vereins „Armes Theater“ werden. Am Montagabend trafen sich Mitglieder der zahlreichen Projekte, die bisher in der Schönherrfabrik getrommelt, getanzt und gespielt haben.

Der Eigentümer des „3K“, der Unternehmer Stephan Kieselstein, sagte den Kulturschaffenden seine Unterstützung zu. Sie haben nach dem finanziellen Niedergang des „Armen Theaters“ einen neuen Verein gegründet: „VereinsEigene Bühne“, kurz „VEB“. Das „3K“ im alten Fabrikgebäude am Arno-Loose-Park soll jetzt ihr neues Domizil werden.

Interview: Liane Günther – „VereinsEigene Bühne“ e.V. Chemnitz 

Am Montag nahmen die Vereinsmitglieder schon einmal die möglichen Probenräume in Augenschein. Doch noch ist der Umzug auf den Kaßberg nicht in trockenen Tüchern,
denn die Stadt Chemnitz hat ihre finanzielle Förderung für das insolvente „Arme Theater“ auf Eis gelegt.

Ob der „VEB“ als Nachfolgeverein jetzt in den Genuss dieser Gelder kommt, entscheidet am Donnerstag der Kultur- und Sportausschuss der Stadt Chemnitz.

Interview: Liane Günther – „VereinsEigene Bühne“ e.V. Chemnitz

Der Kulturbeirat der Stadt Chemnitz hatte sich in der vergangenen Woche bereits für eine Förderung ausgesprochen. Doch auch wenn der Verein die Mittel erhält, müssen sich die verschiedenen Projekte wie Kehrbrigade, die Theatergruppe „Unart“ oder das Senioren-Tanztheater „55 Plus“ erst mit den neuen Räumlichkeiten anfreunden.

Interview: Liane Günther – „VereinsEigene Bühne“ e.V. Chemnitz

Wenn alles aus der Sicht der „VereinsEigenenBühne“ positiv verläuft, könnten bereits im April die ersten Stücke im neuen Domizil zur Aufführung kommen.