Neues ICE-Werk Leipzig im Testbetrieb

An der Rackwitzer Straße in Leipzig gibt es ein Gebäude, das ungewöhnlich lang ist. Das hat einen Grund. Denn ab und zu wird man dort ganze Züge hineinfahren sehen:

Die Rede ist vom neuen ICE-Werk. Im Dezember soll es seinen Betrieb aufnehmen. Wir haben uns jetzt schon mal dort umgesehen.

So sieht ein ICE von unten aus. Und so die Männer, die ihn reparieren, wenn einmal etwas defekt ist. So die Werkhalle, in der bald zwei tonnenschwere Züge gleichzeitig auf Schienen zu schweben scheinen. Und das ist der Chef von allem.

Ralf Kunze ist der Werkleiter des neuen ICE-Werks in Leipzig. 225 Meter lang ist sein Arbeitsplatz. Schließlich müssen ganze ICE-Triebzüge und Intercity-Reisezugwagen hier hineinpassen. Bald nimmt das neue ICE-Werk seinen offiziellen Betrieb auf.

Interview: Ralf Kunze – Werkleiter

In der neuen Halle gibt es optimale Bedingungen mit verschiedenen Arbeitsebenen.
So müssen sich die Männer zum Beispiel nicht bücken, um ihrer Arbeit unter dem Zug nachzugehen, eher im Gegenteil. Nur Ralf Kunze muss das, wenn er bei seinen Mitarbeitern hin und wieder nach dem Rechten sehen will. So ausgeklügelt die Technik eines ICE´s auch ist, Schäden und Mängel treten immer wieder mal auf.

Interview: Ralf Kunze – Werkleiter

Viele deutsche ICE-Linien kreuzen sich in Leipzig. Es ist fast der wichtigste Fernverkehrsknoten in den neuen Bundesländern. Davor liegt nur Berlin. Deshalb hat Ralf Kunze auch einige Zeit im dortigen ICE Werk verbracht, um alle Abläufe kennen zu lernen, bevor er hier in Leipzig als Werkleiter anfängt. Seit fast 20 Jahren ist er bei der Bahn mit Herz bei der Sache.

Interview: Ralf Kunze – Werkleiter

So geht es sicher nicht nur ihm, sondern auch den anderen 70 Mitarbeitern, die hier ab 4.Dezember offiziell starten werden. Wer in einer Werkhalle mit diesen Ausmaßen arbeitet, der muss ja Leidenschaft verspüren.

Schon allein deshalb, weil dieser Arbeitsplatz über 27 Millionen Euro gekostet hat.