Neues Krebsforschungszentrum für Dresden

Dresden - In Dresden soll die erste Außenstelle des Deutschen Krebsforschungszentrums, kurz DKFZ, entstehen. Am Montag haben Ministerpräsident Michael Kretschmer und der Vorstandsvorsitzende des DKFZ dafür die Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel sind neue Technologien im Kampf gegen den Krebs.

Man will spezifische, technologische Bausteine entwickeln, um die Krebsprävention, -behandlung und -nachversorgung besser an die Menschen zu bringen, so Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutsches Krebsforschungszentrums.

Die neuen Technologien sollen vor allem die digitalen Möglichkeiten erweitern, wie Smarte Sensoren und vor allem künstliche Intelligenz. Auch eine neue Professur und zwei Nachwuchsforschergruppen sind geplant. Auf dem Onkologischen Campus der Hochschulmedizin der TU Dresden soll dafür ein Gebäude für rund 20 Millionen Euro entstehen und der laufende Betrieb mit vier Millionen Euro unterstützt werden. Für Ministerpräsident Kretschmer gut angelegtes Geld, welches für die nächsten vier Jahre vorfinanziert wird, so Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Zur Standortwahl haben vor allem die gute Zusammenarbeit mit vielen Instituten wie dem Helmholtz Forschungszentrum Rossendorf beigetragen, sowie die vielen innovativen StartUps in Dresden, so Kretschmer. Zudem sei Dresden als Innovationsstandort sehr attraktiv mit Technologien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik und Radiopharmaka. Die Forschung auf dem Gebiet Krebs wird immer wichtiger. Michael Baumann sagt, Krebserkrankungen sind heutzutage in Deutschland schon die zweit häufigste Todesursache und die Anzahl an Krebserkrankungen würden in den nächsten Jahren weltweit deutlich zunehmen. Daher sei Forschung auf diesem Gebiet unbedingt nötig.

In der Außenstelle Dresden soll es auch eine Beratung für Menschen geben, die ihr Krebsrisiko senken wollen. Einen offiziellen Baubeginn für das 20-Millionen-Gebäude gibt es jedoch noch nicht.