Neues Lehrgebäude für blinde Schüler

So sieht der Neubau der landesweit größten und modernsten Blindenschule aus: Ein viergeschossiger Stahlbetonbau mit viel Glas und besonderer Funktionalität, die den Ansprüchen schwerstmehrfach- und lernbehinderter Kinder gerecht wird.

Die Einrichtung gehört zum 1. Bauabschnitt auf dem Areal des Sächsischen Rehabilitationszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Chemnitz. Am Montag wurde das neue Schulgebäude offiziell eingeweiht. Sachsen Kultusminister Steffen Flath übergab den Schlüssel an den Schulleiter Thomas Eger.
Offensichtlich hat sich die Investition in Höhe von etwa 9 Millionen Euro gelohnt. Zweckmäßig heißt, den Anforderungen an die Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder entsprechend. Gezielte Beleuchtung mit hohen Luxzahlen soll das Lernen erleichtern. Außerdem bieten zum Beispiel Oberflächen mit haptischen und akustischen Eigenschaften Orientierung im Raum. In den oberen Etagen des neuen Schulgebäudes befinden sich die Klassenräume, an die jeweils ein Gruppenraum, Garderobe sowie Sanitärbereich angegliedert sind. In erster Linie sollen sich die Kinder und Jugendlichen wohlfühlen.

Insgesamt werden hier 140 Schüler unterrichtet, davon etwas mehr als 70 schwerstmehrfach- und lernbehinderte Jungen und Mädchen. Therapiemöglicheiten, wie Mobilitätstraining, Krankengymnastik und Seherziehung haben die Kinder umfassend in den Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Außenflure und Balkone an dem Schulgebäude ermöglichen die intensive Einbeziehung von Wind, Licht, Geräuschen und Düften in den Schulalltag der Kinder. Die nächsten Baubabschnitte im Sächsichen Rehabilitationszentrum für Blinde und Sehbehinderte sind in Vorbereitung, dafür müssen Schüler vorübergehend in eine Cotainerschule umquartiert werden. Die Gesamtkosten aller Bauabschnitte belaufen sich auf 34 Millionen Euro.

Das Sächsische Rehabilitationszentrum für Blinde und Sehbehinderte ist die älteste und traditionsreichste Institution dieser Art im Freistaat.