Neues OP-Zentrum für Krankenhaus Friedrichstadt

Dresden - In Anwesenheit der Staatsministerin Barbara Klepsch und der Bürgermeisterin Dr. Kristin Kaufmann sind symbolisch die ersten Klebeanker für den Anbau Haus C am Standort Friedrichstadt gesetzt worden. Insgesamt 1 000 dieser Anker werden das Bestandsgebäude mit dem zweigeschossigen Anbau verbinden. Der neue Bau mit einem Hybrid-OP und einem Angiografie-Arbeitsplatz mit Zweiebenen-System ist Teil einer strategischen Entscheidung für eine gestärkte innovative und qualitätsgesicherte Medizin am Städtischen Klinikum Dresden. Die Projektkosten liegen bei rund 12,5 Millionen Euro.

Gefördert wird die Maßnahme in Höhe von gut 10 Millionen Euro durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) sowie mit rund 850 Tausend Euro durch die Landeshauptstadt Dresden. Die weiteren Kosten werden über pauschale Fördermittel, Kredite und Eigenmittel erbracht.

Der neue OP-Saal fußt auf der vorhandenen Infrastruktur im Haus C und ergänzt den dortigen OP-Bereich um dringend benötigte Flächen. Das ermöglicht Synergien bezüglich des Personals und im Ressourceneinsatz von Geräten. Der Hybrid-OP gehört zu den technisch innovativsten Entwicklungen im Bereich der Chirurgie. Hier werden chirurgisches Vorgehen und Bildgebung in Echtzeit während der Operation miteinander kombiniert. Zudem ist die Strahlenbelastung deutlich geringer als bei anderen Verfahren.

Der Operateur erhält wesentlich mehr Einblicke in den Körper, zum Beispiel eine dreidimensionale Sichtweise von Organen sowie Gefäßen, und kann so gezielter mit den Instrumenten navigieren. Komplexere Operationen werden dadurch zum Teil überhaupt erst möglich.

Genutzt wird der OP interdisziplinär – vor allem durch die Neurochirurgie, die Gefäßchirurgie und das Wirbelsäulentherapiezentrum. Profitieren werden vor allem die Patienten der Unfall- und der Tumorchirurgie.

Der 2015 erteilte Versorgungsauftrag vom SMS für eine Neurochirurgie hat folgerichtig den Aufbau einer therapeutisch nachhaltig aufgestellten Abteilung Neuroradiologie nach sich gezogen. Aufgrund der steigenden Zahl neuroradiologischer Leistungen, der wissenschaftlichen Empfehlungen zur innovativen Therapie des Schlaganfalls und von Gefäßerkrankungen im Großhirn bedurfte es einer Anlage mit modernster Technologie und Ausstattung am Standort Friedrichstadt mit räumlicher Nähe zur Neurochirurgie und zum OP.  Die moderne Technik reduziert zudem die Strahlendosis um bis zu 50 Prozent.

Voraussichtlich im Januar 2021 wird der Anbau Haus C mit seinem innovativen Innenleben seinen Nutzern übergeben.