Neues Punktesystem für Verkehrsdelikte tritt in Kraft

Ab dem 1. Mai tritt es in Kraft – das neue Punktesystem für Verkehrsdelikte. Videobeitrag über wichtige Neuerungen unter www.dresden-fernsehen.de +++

So werden für einige Ordnungswidrigkeiten und Straftaten die nicht unmittelbar mit der Verkehrssicherheit zusammenhängen keine Punkte mehr fällig, wie zum Beispiel Beleidigung im Straßenverkehr oder das unberechtigte Befahren einer Umweltzone.

Ins Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen werden dagegen alle Ordnungswidrigkeiten ab einer Geldbuße von 60 Euro und alle Verkehrsstraftaten. Dabei gibt es ab Mai deutlich weniger Punkte für Verstöße als bisher. Für Ordnungswidrigkeiten gibt es einen Punkt.

Zwei Punkte gibt für grobe Ordnungswidrigkeiten mit Regelfahrverbot, sowie Straftaten. Für Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis gibt es drei Punkte. Maximal sieben Punkte darf sich der Führerscheininhaber neuerdings noch leisten, dann droht der dauerhafte Verlust der Fahrerlaubnis.

Interview im Video Thomas Riedel – Sachverständiger Fahrerlaubniswesen DEKRA

Punkte für Verkehrsdelikte, die nach dem neuen Recht nicht mehr eingetragen würden, werden zum 1. Mai gelöscht. Nicht gelöschte Eintragungen sollen entsprechend des neuen Systems umgerechnet werden.

Interview im Video Thomas Riedel – Sachverständiger Fahrerlaubniswesen DEKRA

Auch mit dem neuen System ist ein Abbau von Punkten durch entsprechende Fahreignungsseminare oder verkehrspsychologische Schulung möglich. Ansonsten bleibt nur das Warten, das die Punkte sich von alleine abbauen. Dafür gelten ab 1. Mai starre Tilgungsfristen. Durch neue Verstöße werden dadurch keine Eintragungen mehr verlängert.

Interview im Video Thomas Riedel – Sachverständiger Fahrerlaubniswesen DEKRA

Mit der Punktereform werden gleichzeitig viele Verkehrsdelikte deutlich teurer. Für Verstöße gegen die Verkehrssicherheit werden fast durchweg 20 Euro mehr verlangt. Bei Ordnungswidrigkeiten, für die keine Punkte mehr fällig werden, wird das Bußgeld sogar um 40 bis 50 Euro angehoben.
Wer also unberechtigt in die Umweltzone einfährt, muss ab Mai 80 statt 40 Euro Strafe zahlen.