Neues Stadtgrün am Dresdner Wettiner Platz

Der erste Bürgermeister Dirk Hilbert weiht neue Grünfläche am Wettiner Platz ein. Da wo früher die Jakobikirche stand, ist jetzt ihr alter Standort im Grün zu entdecken. +++

Der erste Bürgermeister Dirk Hilbert hat am Mittwoch eine neue Grünfläche am Wettiner Platz übergeben. An diesem Ort stand früher die Jakobikirche. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1953 abgetragen. Jetzt ist ihr alter Standort im Grün zu entdecken. Von der Schweriner Straße führt eine zentrale Achse zum ehemaligen Altarstandort. Es gibt Sitzgelegenheiten, die in Form und Anordnung an Kirchenbänke erinnern.

Einen besonderen Schatz hat der Platz mit den beiden Bronzebeschlägen des Hauptportals der ehemaligen Prunktür der Jakobikirche bekommen. Sie sind das einzig erhaltene bauliche Artefakt. In der Planungsphase wurden sie wiederentdeckt und behutsam aufgearbeitet. An einer Wegekreuzung sind sie hinter Glas in eine Wand eingelassen.

Ein Weg schafft die praktische Verbindung zwischen dem Kulturkraftwerk und der Haltestelle an der Schweriner Straße. Auf den Rasenflächen stehen 22 Zierkirschen und 14 Lindenbäume. Sie stammen aus einer Interimspflanzung am Postplatz, wo jetzt das Zwinger-Forum entsteht. Eine Stele an der Schweriner Straße informiert über die Geschichte des Platzes und die Förderung der neuen Gestaltung. Das Projekt kostete 290 000 Euro. 75 Prozent konnten aus EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) finanziert werden. 

Das Dreieck am Wettiner Platz war vor kurzem noch eine wenig einladende Wiese, gesäumt von parkenden Autos und Wertstoffcontainern. Papier, Pappe und Glas können seit Juni 2011 in eine Unterfluranlage gegeben werden. Sie befindet sich wenige Meter vom ursprünglichen Standort entfernt in der direkten Nähe der Schweriner Straße. 

Die Ev.-luth. Annen-Matthäus-Kirchgemeinde ist Eigentümerin der zentralen Fläche des Wettiner Platzes. Sie gab ihr Einverständnis, diese Fläche öffentlich nutzbar umzugestalten und stellte die Bronzebeschläge zur Verfügung. 

Im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden plante das Landschaftsarchitekturbüro May die Fläche. Die Garten- und Landschaftsbaufirma Böhme aus Dresden setzte die Planung um. An der Planung und dem Bau der Unterfluranlage waren das Architekturbüro Flache, die Firma „H&G Entsorgungssysteme GmbH“ (Hersteller der Anlage) und die Firma Böhme Garten- und Landschaftsbau beteiligt.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar