Neues Trampeltier für den Tierpark

Chemnitz- Der Tierpark Chemnitz kann sich seit dieser Woche über eine neue Bewohnerin freuen. Am Montag reiste die Trampeltier-Stute Merle aus dem Zoo Dortmund an.

Die erste Nacht verbrachte Merle in Sicht-, Hör- und Riechweite zu den anderen Trampeltieren in einer eigenen Box im Stall. Mittlerweile darf sie auf die Freianlage. Diese wurde übrigens umgestaltet. Die alten Gitterzäune, die die Anlage eingrenzten, wurden entfernt. Nun umfrieden ein schmaler Graben und Steinbarrieren die Anlage. So kann der Blick frei über die großzügige Anlage schweifen. Die alten Gitterzäune, die die Anlage eingrenzten, wurden entfernt. Nun umfrieden ein schmaler Graben und Steinbarrieren die Anlage.

Für uns Menschen sieht dies nicht nach einem wirklichen Hindernis aus und lässt den Blick frei über die großzügige Anlage schweifen, für die Schwielensohler und Passgänger, Kamele, ist das durchaus eine Abgrenzung. Nur in der Mitte des Geheges ist noch ein Stück alter Gitterzaun zu sehen, der die Anlage teilt. Diese Abtrennung, die später auch noch abgebaut wird, wird derzeit noch aus Tiermanagement-Gründen benötigt. So kann sich „Merle“ in Ruhe eingewöhnen.

© Jan Klösters/Tierpark Chemnitz
 

Der Tierpark Chemnitz zeigt derzeit vier Trampeltiere: Hengst Dschingis, Stute Siri, das diesjährige Jungtier Nara und nun auch die im März 2017 geborene Stute Merle.

Bei den in Zoos gezeigten Trampeltieren handelt es sich um eine Haustierform. Als Wildtiere kommen sie nur noch in kleinen Restbeständen in der Mongolei und in China vor. Als Haustiere sind sie dagegen in Zentralasien auch heutzutage noch weit verbreitet. Sie werden als Lasttiere, als Milch- und Fleischlieferanten genutzt. Trampeltiere leben in Familiengruppen mit einem erwachsenen Hengst. Es kommen auch Junggesellengruppen und einzelgängerische Hengste vor. Gelegentlich schließen sich die Tiere zu großen Verbänden zusammen.

Öffnungszeiten:

Tierpark: 9 bis 16 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr;
Wildgatter: 8 bis 16 Uhr