Neues von der Blechbüchse – kleiner Finger, ganze Hand

Seit Mittwoch gibt es Neuigkeiten im Fassadenstreit und vielleicht ist dieses Mal sogar ein Ende der Debatte in Sicht.

Denn das alte Kaufhaus am Brühl – das historische Gesicht Leipzigs hinter der Blechfassade – soll unsere Stadt nun doch nicht verlassen. Dies zumindest plant der Architekt des gewaltigen Einkaufszentrums „Höfe am Brühl“.

Das Architekturbüro Grüntuch und Ernst hat die Rufe der Leipziger gehört und sich die Wünsche der Bürger zu Herzen genommen. Das Baukonzept für die Höfe am Brühl soll noch einmal überarbeitet werden. Neuster Plan: 15 Meter der historischen Fassade bleiben bestehen und das auch nach außen hin sichtbar. Der am besten erhaltene Teil soll dafür restauriert werden und auch im neuen Center das alte Leipzig verkörpern. Doch ist dies die finale Lösung, ja gar die Versöhnung im großen Fassadenkrach? Liebhaber des historischen Hauses zeigen sich vorsichtig mit der Freude über die Meldung.

Interveiw: Renato Bodenburg – will die historische Kaufhausfassade erhalten

Es wird also weiter gekämpft. Vielleicht, so Bodenburg, lässt sich das komplett restaurierte Kaufhaus ja auch irgendwie in die neuen Höfe am Brühl integrieren.

Interveiw: Renato Bodenburg – will die historische Kaufhausfassade erhalten

Daher sammeln Renato und seine Anhänger auch weiterhin Unterschriften und… möchten insbesondere visuell bei den Leipzigern punkten.

Interview: Renato Bodenburg – will die historische Kaufhausfassade erhalten

Vorerst sind unserer Stadt also erst einmal 15 Meter der alten Fassade sicher. Ob sich „mfi“ in Zukunft noch zu mehr bewegen lässt ist fraglich. Die Stadtverwaltung Leipzig jedenfalls begrüßt die Idee, von jeder Schicht etwas zu behalten.