Neues zum Raubtierangriff im Chemnitzer Tierpark

Chemnitz – Sechs Wochen nach dem Angriff von Leopardendame Cleopatra auf einen Pfleger des Chemnitzer Tierparks ist nun geklärt, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte, wurde seitens des Tierparkes nicht gegen Arbeitsschutzvorschriften verstoßen. Und auch die Regeln der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung über die Haltung von Wildtieren wurden beachtet. Demnach gab es eine Futterbox, in die das Tier wegzusperren ist, bevor das Gehege betreten wird. Die Box funktionierte einwandfrei.

Der 56-jährige Tierpfleger hatte es allerdings versäumt, die Raubkatze während seiner Arbeiten im Gehege ordnungsgemäß wegzusperren. Als er das Freigehege betrat, kam es dann zum Angriff durch die Leopardin. Diese biss den Tierpfleger mehrfach ins Gesicht und verletzte ihn schwer.

Der Mann konnte sich glücklicherweise noch aus dem Gehege retten und das Gatter hinter sich zusperren. Der Tierpfleger musste schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Cleopatra sorgte bereits vor elf Jahren für Negativschlagzeilen. Damals hatte sie ebenfalls eine Tierpflegerin angegriffen. Diese überlebte die Attacke der Raubkatze nicht.