Neuester Stand der Ochsenjagd

Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe, sagt ein bekanntes Bauernsprichwort.

Das haben jetzt auch die Einsatzkräfte der Region Chemnitz am eigenen Leib erfahren. Seit nunmehr sechs Tagen jagen sie den 10 ausgebüxten Jungbullen im Zeisigwald hinterher.

Die Ochsen scheinen sich im Chemnitzer Zeisigwald sehr wohl zu fühlen, denn noch immer wird versucht die 10 Angus Rinder wieder einzufangen.
Am Mittwoch kündigte sich ein Tierarzt zur zweiten Impfung gegen Blauzungenkrankheit an. Die Tiere wussten anscheinend schon was auf sie zukommt, denn ein Ochse sah den Arzt und türmte von der Weide hinter der alten Tierklinik und neun weitere schlossen sich ihm an. So befinden sich die Tiere seit nunmehr sechs Tagen im unübersichtlichen Gelände des Zeisigwaldes.

Interview: Katja Uhlemann – Pressesprecherin Stadt Chemnitz

Schon am Donnerstag wurde mit einem Großaufgebot versucht die 10 Angus Rinder wieder einzufangen. Mit unzähligen Helfern, schätzungsweise 100 Einsatzkräfte und Freiwillige ging es in den Zeisigwald und 4 Stunden später wieder raus, denn den Jungochsen war dies zu viel Trubel und sie wurden verschreckt.

Interview: Katja Uhlemann – Pressesprecherin Stadt Chemnitz

Anschließend wurde die Order erteilt, der Amtstierarzt könne die Tiere mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht setzen. Doch auch dies führte nicht zum gewünschten Ergebnis. Es konnte lediglich ein Jungbulle eingefangen werden. So musste eine neue Taktik der Einsatzkräfte her. Das weibliche Geschlecht soll es nun richten. Auf einer Lichtung im Wald wurde ein Areal abgetrennt in dem zwei Mutterkühe die jungen Ochsen anlocken sollen. Die zwei Tiere stehen unter ständiger Beobachtung.

Interview: Katja Uhlemann – Pressesprecherin Stadt Chemnitz

Schon jetzt gibt es Proteste über einen möglichen Abschuss der Rindviecher. Entlang der Dresdner Straße sieht man neben Warnschildern immer wieder Protestplakate an Bäumen. So sind nun alle gespannt, ob die neun Angus Rinder noch eingefangen werden können und bald wieder friedlich auf ihrer Weide grasen.

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