Niedrigste August-Arbeitslosigkeit seit der Wende

Während das Wetter immer ungemütlicher wird, sorgen die Zahlen der regionalen Arbeitsämter für einen wohligen Schauer.

Die wirtschaftliche Lage der sächsischen Unternehmen scheint viel versprechend zu sein. Denn auch im August war die Belebung auf dem Arbeitsmarkt weiter spürbar. Wir haben für Sie die aktuellen Zahlen zusammengefaßt.

Der Blick auf die monatlichen Statistiken lässt nur einen Schluss zu: Es geht weiter aufwärts. Sachsenweit ist die Arbeitslosigkeit kräftig gesunken, 239.210 Sachsen waren im August arbeitslos gemeldet, fast 7.000 weniger als noch im Vormonat. Verringert hat sich damit auch die Arbeitslosenquote. Sie fiel um 2,8 Prozent auf 8,8 Prozent.

Auch die zweite Statistik folgt diesem Trend, so verzeichnet der Agenturbezirk Chemnitz den niedrigsten Augustwert seit der Wende. Auch hier setzt sich die Belebung also weiter fort.

Und auch in Chemnitz selbst stimmen die Zahlen positiv. So waren im August 15.269 Menschen ohne Job gemeldet, 334 weniger als noch im Juli. Und auch hier sank die Quote um 0,3 Prozent auf 12,5 Prozent.

Interview: Thomas Letixerant – Chef Arbeitsagentur Chemnitz

Zu verdanken ist dies neben den Auswirkungen des demographischen Wandels auch der Konjunktur, die sich als sehr stabil erwiesen hat. Aber auch das Thema Kurzarbeit spielt weiter eine wichtige Rolle.

Interview: Thomas Letixerant – Chef Arbeitsagentur Chemnitz

Doch die neu belebte Wirtschaft ist nicht nur auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften, auch die Jugendlichen werden für die Arbeitgeber zusehens interessanter. Zum ersten Mal klafft die Lücke zwischen unbesetzten Lehrstellen auf der einen Seite und noch unversorgten Bewerbern auf der anderen Seite zugunsten der Jugendlichen weit auseinander.

Interview: Thomas Letixerant – Chef Arbeitsagentur Chemnitz

Die Zeiten, in denen Ausbildungsplätze rar waren, gehören damit wohl endgültig der Vergangenheit an. Abstriche müssen in dieser Situation aber beide Seiten machen. So wird auch weiterhin nicht jeder Jugendliche seine Traumstelle ergattern können. Und die Betriebe müssen sich zunehmend darauf einstellen, auch weniger gute Schüler als Lehrling zu akzeptieren. Ansonsten dürfte auch künftig so manche Ausbildungsstelle unbesetzt bleiben.

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