Niners und ChemCats warten mit spannenden Spielen auf

Am Samstag lockten sowohl die ChemCats als auch die Niners ihr Publikum wieder auf die Zuschauerplätze. Die Erfolge bei den Mannschaften waren jedoch unterschiedlich.

Als erstes mussten die ChemCats aufs Parkett. Die Erstligadamen von Coach Raoul Scheidhauer haben während der Saisonvorbereitung bereits einige Testspiele bestritten. Die Partie am Samstag war dennoch eine Premiere im doppelten Sinne. Das erste Mal trafen die Cats mit der BG 74 Göttingen auf einen direkten Ligakonkurrenten und ebenfalls zum ersten Mal konnten die Fans die völlig umgekrempelte Mannschaft in Aktion erleben. Und was die Damen um die Neuzugänge Katja Zberch, April Bankston und Gina Tajkov zeigten, konnte sich durchaus sehen lassen. Zumal der Gegner Göttingen völlig unberechenbar war, da auch diese Mannschaft fast alle Leistungsträger verloren hat und sich völlig neu aufstellen musste.
Stellenweise überwog dennoch das Gefühl, dass es sich hier nicht um ein Testspiel handelte, so hart ging es zur Sache.

Die Cats machten in der ersten Halbzeit ordentlich Druck und lagen deutlich vorn. In der zweiten Halbzeit setzte sich Göttingen erfolgreich zur Wehr, was die Chemnitzerinnen offenbar aus dem Takt brachte. Im dritten Viertel wollte nichts so recht klappen, Vorteil für die Gäste, es wurde noch einmal richig knapp. Erst im letzten Viertel fanden die ChemCats besser ins Spiel zurück und entschieden die Partie letzlich mit 78 zu 70 für sich. Coach Scheidhauer sieht trotzdem noch viel Handlungsbedarf, vor allem die zweite Spielhälfte diskussionswürdig.

So viel Zeit bleibt den Chemnitzer Herren nicht mehr. Die Niners müssen bereits am Mittwoch im Pokalspiel ran, am Samstag dann das erste Punktspiel, Gegner zweimal Nürnberg. Doch zuvor sollte das Testspiel gegen den Erstligisten Göttingen einiges an Klarheit bringen und das tat es auch. Der Beginn war noch recht vielversprechend, schon bald zeigte sich aber, dass die Niners dem Gegner nicht gewachsen waren. Dennoch wollten weder Coach Mauricio Parra noch der Vorstand die Partie überbewerten. 
Das Team bekam gegen Göttingen keinen Fuß auf den Boden oder besser gesagt, kaum einen Ball in den Korb. Der Rückstand wuchs stetig und nahm schon bald zweistellige Dimensionen an.

Die Fans, unter ihnen Barbara Ludwig hatten an diesem Abend wenig Grund zur Freude. 36 Punkte die magere Ausbeute in der ersten Halbzeit, von den laut Trainer Parra guten Leistungen in den vorangegangenen Testspielen war nicht mehr viel zu spüren. Und das vor dem Saisonstart in einer völlig umstrukturierten Liga. Spätestens am Wochenende will die Mannschaft ihren Fans wieder erstklassigen Basketball präsentieren – und die ersten Punkte in der neuen Saison sammeln.