NINERS unterliegen bei Aufsteiger

Ihre dritte Saisonniederlage mussten die Chemnitzer Basketballer der BV Chemnitz 99 am Samstag in der 2. Basketball-Bundesliga einstecken.

Beim Aufsteiger SC RASTA Vechta mussten die NINERS mit einer deutlichen 66:85 Niederlage das Parkett verlassen.

„Die Jungs haben zwar bis zum Schluss gekämpft, aber wir konnten auswärts erneut nicht unser spielerisches Potential ausschöpfen. Mit weniger als 30 Prozent Trefferquote aus dem Zweierbereich und 24 Ballverlusten gewinnt man in dieser Liga einfach keinen Blumentopf. Deshalb geht der Sieg für Vechta absolut in Ordnung“, beglückwünschte BV-Cheftrainer Felix Schreier den Liganeuling.

Gleich zu Beginn musste der 23-Jährige registrieren, dass seine Spieler nach der langen Anreise offensichtlich sehr schwere Beine hatten und binnen vier Minuten mit 2:9 in Rückstand gerieten. John Bynum, Takumi Ishizaki und Alex Jones brachten die NINERS allerdings wieder auf 12:17 heran, bevor in den letzten zwei Minuten des Startviertels das nächste Tief folgte. Dies nutzte Vechta aus und zog angetrieben vom starken Ami-Trio Richard Williams, Jacob Luke Doerksen sowie Corey Hassan bis zur Pause erneut auf 28:18 davon. Trotz 46 Punkten waren die ersten zehn Minuten aber nicht unbedingt ein Augenschmaus. „Die Schiedsrichter hatten zu diesem Zeitpunkt schon 23 Fouls gepfiffen, was den Spielfluss beider Teams und die Attraktivität der Partie doch merklich störte“, berichtete Schreier. Gerade die hohe Foulbelastung tat den NINERS besonders weh, musste man doch erneut aus beruflichen Gründen auf Andreas Endig verzichten und konnte so nur mit acht Spielern rotieren, während Vechta deren zwölf aufbot.

Das zweite Viertel war zunächst auf beiden Seiten von Ballverlusten und vergebenen Würfen geprägt, so dass in den ersten sechs Minuten gerade einmal sieben magere Pünktchen zum Spielstand von 31:22 für Vechta fielen. Zwei Dreier von Ishizaki und Bynum ließen das BV-Team aber wieder in Schlagdistanz kommen (28:34). Doch ausgerechnet der routinierte Chemnitzer US-Guard leistete sich kurz darauf drei Turnover, die der Gastgeber mit erfolgreichen Distanzwürfen durch Benjamin Fumey und Daniel Krause eiskalt bestrafte. „In dieser Phase hätten wir vielleicht entscheidend verkürzen und dem Spiel eine Wendung geben können, aber wir haben unsere Chancen leider nicht genutzt“, konstatierte Schreier. So durfte der SC RASTA Vechta letztlich mit einer komfortablen 13-Punkte-Führung in die Halbzeitpause gehen (43:30).

Nach dem Seitenwechsel taten sich die NINERS mit der engagierten Verteidigung des Gegners weiter sehr schwer und konnten den Ball bis Mitte des dritten Viertels nur ein einziges Mal im Korb versenken. Vechta war derweil auf 51:32 enteilt und beantwortete selbst den nächsten Ishizaki-Dreier umgehend mit einem 10:0-Lauf. So drohte dem BV-Team beim zwischenzeitlichen Stand von 35:61 aus Chemnitzer Sicht ein echtes Debakel. Doch anders als in Cuxhaven brachten die NINERS das Spiel diesmal mit Anstand zu Ende und konnten so wenigstens noch ein bisschen Ergebniskosmetik bis zum finalen 66:85 betreiben. Angesichts der enormen Foulprobleme, Chemnitz kassierte insgesamt 30 Fouls, Bynum und Schmidt mussten vorzeitig runter, wusste in der Schlussphase vor allem die zweite Reihe zu gefallen. So avancierte der stets kämpfende Blanchard Obiango mit 16 Punkten zum Topscorer und auch Philipp Stachula machte mit sechs Zählern, drei Assists sowie großem Einsatz eine ordentliche Partie. „Insgesamt konnten wir als Team aber nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Dennoch dürfen wir jetzt nicht gleich wieder in ein Loch fallen, sondern müssen uns konzentriert auf das nächste Spiel gegen Crailsheim vorbereiten“, richtete Schreier den Blick nach vorn. Die Merlins gastieren bereits am kommenden Freitag um 19:30 Uhr in der Richard-Hartmann-Halle und mit den eigenen Fans im Rücken wollen die NINERS dann natürlich umgehend in die Erfolgsspur zurückfinden.

NINERS: Obiango (16 Punkte), Ishizaki (15), Bynum (11), Jones (7), Stachula (6), Cardenas (5), Lawson (4), Schmidt (2)

Quelle: BV Chemnitz 99

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