NINERS verlieren nach Verlängerung

Basketballzweitligist BV Chemnitz hat am Samstag auch das dritte Auswärtsspiel in Folge verloren.

Beim Nürnberger BC verloren die NINERS in einem spannenden und zum Teil dramatischen Match mit 70:68.

Dabei schienen die Chemnitzer vor knapp 1.100 Zuschauer zu Beginn des letzten Viertels bereits auf der Siegerstraße zu sein, als sich das Team von Trainer Felix Schreier eine 8-Punkte-Führung erarbeitete.

Die Gastgeber kamen jedoch wieder zurück und drehten die Partie mit Hilfe der Verlängerung noch mit 70:68 zu ihren Gunsten.

BV-Cheftrainer Felix Schreier war zwar mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, jedoch nicht mit der Wurfausbeute. Denn unter anderem fanden nur drei von 24 Dreiern den Weg durch den Ring.

„Wir haben über weite Strecken genau das umgesetzt, was wir geplant hatten – stark verteidigt, Nürnbergs besten Scorer Jaivon Harris aus dem Spiel genommen und uns kaum einfache Ballverluste geleistet. Aber in einem Sport, wo es in erster Linie darum geht, den Ball durch den Ring zu werfen, waren wir heute einfach nicht gut genug. Und wer nicht trifft, geht halt zurecht als Verlierer vom Feld“ so Schreier nach der Partie.

Die Partie war zunächst durch aggressive Verteidigung, aber auch durch mäßige Trefferquoten geprägt und so konnte sich kein Team absetzen. Ende des ersten Viertels fanden die Gastgeber allmählich ihren offensiven Rhythmus und mit einer 18:13-Führung in die erste Pause.

Anfang des zweiten Viertels konnten die Chemnitzer den Anschluss wieder herstellen, mussten aber zum Viertelende erneut die Nürnberger ziehen lassen. Und so ging es mit 29:33 aus Sicht der Chemnitzer in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gastgeber ihren Vorsprung sogar bis auf acht Zähler aus (40:32). Jedoch hatten die NINERS mit einem schnellen 6:0-Lauf die richtige Antwort parat. Und NINERS bleiben weiter am Drücker und konnten vor allem durch den bärenstarken Philipp Stachula bis zum Viertelende auf 44:44 ausgleichen.

Im vermeintlich letzten Viertel gingen die Chemnitzer in Führung und bauten diesen knapp sechs Minuten vor Schluss sogar auf acht Zählern aus(56:48). Doch anschließend konnten die NINERS aus zehn Angriffen gerade einen erfolgreich abschließen.

Die Gastgeber nutzen dies eiskalt aus und lagen 13 Sekunden vor Schluß mit 61:58 in Führung.

Um zu gewinnen musste nun aus Sicht der NINERS ein Dreier her aber BV-Kapitän Johnson blieb auch in seinem mittlerweile sechsten Versuch von außen glücklos. Jedoch erkämpften sich die NINERS den Rebound und so machte Co-Kapitän Ty Shaw mit der Schlusssirene doch noch den Ausgleichstreffer.

In der Verlängerung waren zunächst die Nürnberger am Drücker (68:63), zudem musste BV-Spielmacher Ishizaki mit seinem fünften Foul vom Feld. Die NINERS kämpften sich aber nochmal zurück in die Partieund kamen wieder auf 67:68 heran.

Nach einem schnellen taktischen Foul nutzten die Gastgeber die daraus folgenden Freiwürfe und bauten 20 Sekunden vor Schluss ihren Vorsprung wieder auf drei Punkte aus.

Damit benötigten die NINERS erneut einen Dreier zum Ausgleich. Doch Jorge Schmidt vergab die erste Chance, aber Donald Lawson holte den Offensivrebound. Dann versuchte es Gary Johnson, leider erneut vergeblich, doch der Ball landete noch einmal in Chemnitzer Händen und von Ty Shaw, welcher bei seinem Dreier gefoult wurde.

Folglich musste Ty Shaw dreimal an die Freiwurflinie. Der erste rauschte sicher durch den Ring, der zweite nicht und so musste Shaw den dritten absichtlich verwerfen, aber der finale Tip-In-Versuch von Lawson ging daneben und so verließen die Chemnitzer als Verlierer das Parkett.

Durch die dritte Auswärtsniederlage in Folge sind die NINERS mehr denn je zuhause gefordert.

„Wenn es in fremder Halle noch nicht klappt, dann müssen wir eben gerade unsere Heimspiele gewinnen. Am besten natürlich schon nächsten Samstag, 19 Uhr, gegen die Saar-Pfalz Braves.“, blickt Schreier schon mal auf die kommende Aufgabe.

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