Niners verlieren Test

Über 600 Zuschauer waren am Sonntagabend in die Richard-Hartmann-Halle gekommen, um den ersten öffentlichen Auftritt der BV Chemnitz 99 und des Mitteldeutschen BC zu verfolgen

„Ich hätte nicht gedacht, dass zu einem eigentlich unwichtigen Testspiel gleich so viele Fans kommen“, war NINERS-Coach Anton Mirolybov positiv von dem großen Interesse der Chemnitzer Basketballanhänger überrascht.

Eine Überraschung blieb auf dem Spielfeld indes aus. Mit 91:67 setzten sich die favorisierten Weißenfelser am Ende deutlich durch.

In der ersten Halbzeit konnten die BV-Korbjäger noch ganz gut mithalten. Insbesondere die beiden letzten Neuzugänge Stane’s Bufford und Davon Roberts machten mit einigen gelungenen Aktionen auf sich aufmerksam. Vielleicht waren sie aber auch einfach nur etwas frischer als ihre Teamkameraden, stießen sie doch erst im Verlauf der letzten Woche zur Mannschaft, während Johnson, Lipke und Co schon so manche Konditionseinheit mehr in den Knochen hatten. Dennoch zeigten alle NINERS eine engagierte Vorstellung, so dass man nach zwei Vierteln gerade einmal mit acht Punkten zurück lag (35:43).

Dieses Zwischenresultat schien Gästetrainer Björn Harmsen gar nicht zu gefallen und so peitschte er seine Mannen in der zweiten Spielhälfte noch einmal nach vorn. Folgerichtig ließen die Gäste, immerhin frischgebackener Erstligaaufsteiger, ihre individuellen Qualitäten vermehrt aufblitzen und zeigten gerade in der Verteidigung mehr Biss. Innerhalb weniger Minuten baute der MBC seine Führung so auf über 20 Punkte aus.

„Im dritten Viertel lief bei uns gar nichts zusammen und wir leisteten uns zu viele einfache Ballverluste. Da haben wir im Training schon besser gespielt“, musste auch Mirolybov eingestehen.

Doch im letzten Spielabschnitt zeigten seine Akteure noch einmal Moral, verloren das Viertel lediglich mit einem Punk Differenz (21:22) und konnten so den Gesamtrückstand im Rahmen halten. „Ich habe gute und schlechte Dinge gesehen, aber wir stehen ja auch erst am Beginn unserer Saisonvorbereitung“, resümierte Mirolybov nach der Partie.

Die meisten Zuschauer wussten den Wert dieses Ergebnisses wohl ganz gut einzuschätzen und so konnte man sich auch über die starke Leistung eines Ex-Chemnitzers freuen. Nikita Khartchenkov, der erst vor wenigen Wochen nach Weißenfels wechselte, streute in seinem alten „Wohnzimmer“ gleich sechs Dreier ein und avancierte mit 21 Punkten zum besten Werfer des Abends.

STATISTIK Chemnitz: Bufford (17 Punkte / 3 Rebounds), Roberts (13 / 4), Johnson (12 / 5), Lipke (9 / 2), Harbut (6 / 5), Zyskunov (4 / 6), Rosenthal (4 / 0), Allen (2 / 0)

Weißenfels: Khartchenkov (21 / 2), Bernard (15 / 3), Leutloff (12 / 10), Elliott (12 / 6), Dagunduro (12 / 5), Pilcevic (7 / 0), Stucki (4 / 2), Jost (4 / 2), Diestelhorst (4 / 0)

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