Niners vor Pflichtaufgabe in Mainz

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche müssen die Chemnitzer Niners auf Reisen gehen.

Waren am vergangenen Samstag schon 400 Kilometer bis nach Langen zu bewältigen, sind es diesmal noch einmal 20 mehr.

Ziel zum Rückrundenauftakt der 2. Basketball-Bundesliga ist die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. In der laufenden Saison ist das bereits die neunte Auswärtspartie der Chemnitzer Basketballer. Doch als Lohn dieser Mühen dürfen die 99ers in den danach verbleibenden 14 Partien immerhin achtmal zu Hause antreten – sicherlich kein Nachteil im Aufstiegsrennen.

Insgesamt kann sich die Chemnitzer Auswärtsbilanz aber durchaus sehen lassen: Zwei Niederlagen stehen sechs Siegen gegenüber, darunter die beachtlichen Erfolge bei den Spitzenteams aus Kaiserslautern, Bayreuth und Langen.
Somit sollte niemandem vor dem Auftritt in Mainz Bange sein, zumal der Aufsteiger momentan das Schlusslicht der Liga ist. In der Hinrunde erzielte der ASC Theresianum gerade einmal zwei magere Siege. Der erste Erfolg gelang mit einem 62:53 am 4. Spieltag gegen Rastatt. Für wesentlich mehr Beachtung sorgte jedoch der 89:80-Triumph in München, stürzten dort zuvor doch schon die Titelaspiranten aus Kaiserslautern und Chemnitz. Maßgeblichen Anteil an diesem Sieg hatte jedoch weniger die spielerische Klasse der Mainzer, als vielmehr die Verletzungssorgen der Bayern.

Folgerichtig wartet Mainz nunmehr seit vier Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Zu Hause sind die Rheinländer sogar seit fünf Partien sieglos. Dementsprechend gehen die Niners als großer Favorit in das Match und auch ASC-Kapitän Jankovic sieht vor allem Chemnitz in der Pflicht: „Gegen diesen Gegner sind wir chancenlos und das weiß auch jeder.“ Hat sich Mainz etwa schon vorher aufgegeben und überlässt der BV freiwillig die Punkte? Sicherlich nicht! Denn eben in dieser vermeintlich klaren Rollenverteilung liegen die Tücken des Spiels. Gerade wenn man als Favorit seinen Kontrahenten unterschätzt, setzt es meist überraschende Niederlagen. 

Doch die Niners scheinen um diese Gefahr zu wissen. So kündigte Jaivon Harris schon nach dem Langen-Sieg an: „Mainz wird ein weiteres schweres Spiel. Aber wir wollen für die Niederlage gegen Jena noch etwas gut machen.“
Einen weiteren Grund zur Vorsicht bietet auch der aktuelle Kader der Mainzer. Aus dem Team, das am 1. Spieltag in Chemnitz verlor, sind lediglich fünf Spieler übrig. Neu dagegen sind Aufstiegsheld Merriwether, der belgische Guard Eboma und 2,12 Meter-Riese Ebenrecht, der am vergangenem Wochenende gegen Kirchheim mit sechs Blocks einen neuen Saisonrekord aufstellte.
Die 99ers treffen also auf einige unbekannte Gesichter und nur mit voller Konzentration kann ein ähnlich klarer Sieg gelingen wie beim 97:65-Hinspielerfolg.

Anpfiff der Partie ist am Samstag um 19.30 Uhr in Mainz.

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