„Nischl“ spaltet Chemnitzer Gemüter

Das Chemnitzer Karl-Marx-Monument ist nun schon seit fast zwei Monaten hinter einem weißen Kubus verschwunden.

Die Verhüllung ist Teil des Kunstprojektes „Temporary Museum of Modern Marx“, das die Neue Sächsische Galerie gemeinsam mit Kunststudenten aus Schneeberg und Linz realisierte. Für die Verhüllung wurden rund 3.500 Quadratmeter Plastikfolie an einem Gerüst befestigt. Im Inneren des 17 mal 20 Meter großen Quaders können die Besucher nach oben laufen, um dem großen Philosophen schließlich auf Augenhöhe gegenüber zu stehen. Die Chance dem Philosophen einmal auf dieser Ebene zu begegnen nutzten viele.

Interview: Alexander Stoll – Mitarbeiter Neue Sächsische Galerie

Doch diese Aktion sorgte nicht nur bei den Chemnitzern für Aufsehen. Ebenso viele Touristen besuchten das Marx-Monument um dem berühmten Philosophen einmal direkt in die Augen schauen zu können.

Interview: Alexander Stoll – Mitarbeiter Neue Sächsische Galerie

Doch das Karl-Marx Monument und damit auch das Projekt spaltet die Gemüter. Viele vertreten die Meinung der „Nischl“ sei ein Stück Geschichte und gehöre nun einmal zu Chemnitz, doch immer wieder haben sich auch Vandalen am verhüllten Karl-Marx-Monument in Chemnitz zu schaffen gemacht. Am frühen Dienstagmorgen erst zerrissen Unbekannte die Verhüllung des Bronze Kopfes. Dann stiegen sie ins Innere, nahmen zwei dort aufgestellte Audio-Türme weg und demolierten sie.

Interview: Alexander Stoll – Mitarbeiter Neue Sächsische Galerie

Doch trotz alledem sprechen die Zuschauerzahlen für den Erfolg des Projektes. Denn diese sind höher als anfänglich erwartet. Noch bis zum 31. August 2008 können die Gäste den Karl-Marx-Kopf auf mehreren Etagen begutachten und aus einer Höhe von 14 Metern auf die Stadt Chemnitz blicken.

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