Noch keine EHEC-Infektionen in Dresden bekannt

In Leipzig gibt es mittlerweile den ersten Verdachtsfall in ganz Sachsen. Gesundheitsamt informiert über Risiken und Vorbeugung. +++

In Leipzig wurde heute der erste Verdachtsfall bekannt. Eine Frau mit Symptomen des gefährlichen EHEC-Bakteriums in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Lesen Sie hier mehr dazu.

Das Dresdner Gesundheitsamt informiert heute, 26. Mai, dass in Dresden bisher keine Fälle der Erkrankung mit dem EHEC-Erreger (Enterohämorrhagische E. coli) aufgetreten sind. Um das Risiko einer Infektion mit dem gefährlichen Durchfallerreger zu senken, sollten die Dresdnerinnen und Dresdner grundlegende Hygieneregeln beachten: nach Tierkontakt, vor jeder Lebensmittelzubereitung und nach dem Umgang mit rohem Fleisch gründlich Hände waschen; Fleisch nur durchgegart, Rohmilch nur abgekocht verzehren; Schneidebrett, Geschirr und Besteck, welches Kontakt mit rohem Fleisch hatte, vor weiterer Verwendung gründlich abwaschen; Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser abwaschen. Nach Informationen des Robert-Koch-Institutes wird vom Verzehr roher Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland abgeraten. Alle städtischen Kindertageseinrichtungen, Schulen, Pflegeheime und Krankenhäuser werden vom Gesundheitsamt über notwendige Hygieneregeln informiert. 

Ein Informationsblatt des Gesundheitsamtes zur Erkrankung durch EHEC liegt unter www.dresden.de/gesundheit zum Download bereit. 

EHEC-Infektionen werden durch Bakterien ausgelöst, die normalerweise im Darm von Nutztieren vorkommen. Menschen können sich durch die Aufnahme des Erregers z. B. in Rohmilch, rohem Fleisch oder Feldgemüse über den Mund infizieren. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist durch den Kontakt mit infizierten Fäkalien möglich (fäkal-orale Schmierinfektion). Die Inkubationszeit von EHEC beträgt im Regelfall etwa drei bis vier Tage. Die Erkrankung zeigt sich meist als wässriger Durchfall, der von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber begleitet sein kann. Schwere Verlaufsformen können mit blutigem Durchfall einhergehen und betreffen vorzugsweise Säuglinge, Kleinkinder und alte Menschen. Gerade bei Kindern sind als Komplikationen darüber hinaus Blutbildveränderungen und Nierenversagen möglich. Sollten diese Symptome auftreten, insbesondere bei blutigem Durchfällen, rät das Gesundheitsamt umgehend einen Arzt aufzusuchen und eine Stuhluntersuchung durchführen zu lassen.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar