Noch mehr Kinder mit und ohne Behinderung werden in Sachsen bald gemeinsam lernen können

„Vielfalt sehen wir in Sachsen als große Chance. Darum haben wir Eckpunkte entwickelt, die die Inklusion in Sachsen verstärkt möglich machen werden. Natürlich steht immer das Wohl des Kindes im Vordergrund“, betonte Kultusminister Wöller.

Darum solle die UN-Konvention in Sachsen schrittweise umgesetzt werden. „Wir werden die integrative Unterrichtung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf so rasch wie möglich weiter erhöhen und die Durchlässigkeit und Wechselmöglichkeiten von der Förderschule in die allgemeine Schule verbessern“, so Wöller.

„Auch wenn jetzt bereits 20,9 Prozent aller Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf integrativ unterrichtet werden, können es mit passender Unterstützung wesentlich mehr werden. Das ist natürlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, doch werden wir zusammen mit allen Beteiligten im Schulbereich vorangehen.“

Sachsen habe dafür Eckpunkte erarbeitet. So soll in weiteren und gut überlegten Schritten die Umsetzung der UN-Konvention vorangebracht werden.

1. Weitere Verbesserung der Förderschul-Diagnostik durch individuelle Förderung
2. Gemeinsamer Schulbesuch wird ausgebaut
3. Lernzieldifferente Integration in der Sekundarstufe I

„Die genannten Maßnahmen sind weitere Schritte auf dem Weg der Inklusion. Doch eines ist ganz klar: jedes Kind hat ganz individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. In Sachsen werden wir allen Kindern, ob mit oder ohne Behinderung, Chancen für ein selbstbestimmtes Leben bieten. Dazu werden wir auch weiterhin die Förderschulen brauchen,“ stellte Kultusminister Roland Wöller klar.  „Das Wissen und die Erfahrung der Pädagogen ist unverzichtbar.“

„Die Ziele der UN-Konvention, wie Chancengleichheit statt Diskriminierung, Teilhabe und gleichberechtigte Teilnahme an der Gesellschaft, umzusetzen, sind auch für Sachsen eine große und zentrale Herausforderung, aber auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte Wöller. „Besonders im Schulbereich ist es sehr wichtig, gemeinsam mit allen Beteiligten die besten Lösungen zu finden. Darum werden wir ein Expertengremium bilden. In diesem Gremium sollen alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden: Eltern, Lehrer, Schulen, Verbände, kommunale Spitzenverbände.“