Noch mehr Neumarkt-Kunst dank Günther Zieschong

Dresden - Der Dresdner Kabarettist Uwe Steimle mischt sich gern in öffentliche Debatten ein. Sei es sein Protestklo auf dem Postplatz, mit dem er die Steinwüste in der Innenstadt anprangerte. Oder der kaputte Wasservorhang, der kurzerhand zur Teppichstange umfunktioniert wurde. Am Montag hat sich Steimle oder besser sein Alter Ego Günther Zieschong das Neumarkt-Kunstwerk vorgeknöpft. 

Günther Zieschong packt an. Am Montag stellte er seine Fernsehturm-Skulptur auf dem Dresdner Neumarkt auf, in unmittelbarer Nähe des umstrittenen Denkmals für den permanenten Neuanfang. Kaum angekommen, war Kabarettist Uwe Steimle bereits von Schaulustigen dicht umlagert. Der Dresdner Heiko Müller hatte sogar eine schlaflose Nacht mit Bastelarbeiten verbracht. Etwas mehr Humor in den Streit um die Neumarktkunst bringen, das ist Ziel von Steimles Aktion.

 

© Sachsen Fernsehen

Steimles Fernsehturm-Skulptur, gekrönt von einem Halbmond, steht nur auf einer rosa Hitsche statt einer Hubbühne und verschwindet deshalb schnell in der Menschenmenge. Und hier macht sich jeder so seinen eigenen Reim auf die Aktion. „Rischdsche Gunsd“, so der Titel des Werk, zog trotz Regen viele Schaulustige an. Und die diskutierten auch teils heftig weiter, als Steimle nach einer halben Stunde das Feld räumte. Ob sein Appell für mehr Humor in den Debatten ankommt? Es sah erstmal nicht danach aus.

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