Nokia Siemens mit massiven Stellenstreichungen – Standort Leipzig bleibt!

Das angeschlagene Unternehmen Nokia Siemens muss in der kommenden Zeit große Einsparungen vornehmen. Ein Schritt ist die Schließung mehrerer Standorte in Ostdeutschland. Einzig die Zweigstelle in Leipzig bleibt erhalten. +++

Der Standort in der Messestadt mit rund 120 Arbeitsplätzen bleibt auch weiter bestehen. Darüber einigten sich der Betriebsrat und die deutsche Unternehmensspitze in München. Dennoch werden zahlreiche andere Stellen in Ostdeutschland gestrichen. So fallen die Stellen in Chemnitz, Cottbus, Dresden, Erfurt und Halle dem Rotstift von Nokia Siemens zum Opfer. Insgesamt werden hier rund 150 Stellen abgebaut.

„Wir freuen uns darüber, dass wir eine Lösung finden konnten, die es ermöglicht, Arbeitsplätze in Ostdeutschland und den Standort Leipzig zu erhalten. Unseren vom Abbau betroffenen Mitarbeitern werden wir den Übergang in eine Transfergesellschaft zum 1. September 2012 anbieten. Die Transfergesellschaft wird  die Mitarbeiter weiter qualifizieren und sie  bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützen. Wenn genügend Mitarbeiter davon Gebrauch machen – hiervon gehen wir aus – dann ist mit dieser Lösung der Erhalt des Standortes Leipzig gesichert“, erklärt Hermann Rodler, Geschäftsführer von Nokia Siemens Networks Deutschland.

Nachdem Vorgespräche mit dem Gesamtbetriebsrat Anfang Juli zu keiner Lösung geführt haben, hatte Nokia Siemens Networks zunächst die Absicht, alle Standorte in Ostdeutschland außer Berlin zu schließen. „Die jetzige Lösung ist sozial verträglich und für das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll, weil wir unsere Restrukturierungsmaßnahmen nun zum 1. September 2012 in der Region umsetzen können. Dies ist im Sinne unserer Kunden und Mitarbeiter, da weitere Verzögerungen für die Mitarbeiter eine große Belastung darstellen“, erklärt Rodler.
 
Bereits im November 2011 hatte der Telekommunikationskonzern seine Absicht angekündigt, weltweit 17.000 Arbeitsplätze abzubauen, um das Unternehmen aus der Verlustzone herauszuholen und für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. Von dieser Restrukturierung sind in Deutschland rund 2.900 Arbeitsplätze betroffen.