Nordbad schließt wegen Personalmangels

Dresden - Das beliebte Nordbad in der Neustadt wird bis zum 1. September geschlossen. Grund dafür ist ein Mangel an Personal.

Fünf Angestellte des Nordbads müssen in den nächsten zwei Monaten in den Freibädern aushelfen, um den hohen Besucherandrang bewältigen zu können. In den besonders heißen Monaten Juli und August kommen zusammen nur etwa 4000 Gäste ins Nordbad, während es im Freibad ca. 2000 Besucher am Tag sind. Diese hätten damit eine höhere Priorität, so der Geschäftsführer der Dresdner Bäder GmbH, Matthias Waurick. Solche Personalverschiebungen in den Sommermonaten seien in anderen Städten schon seit Jahren üblich. Trotz der recht hohen Ausbildungsquote gebe es leider nicht genügend Fachkräfte, um das Nordbad auch für die Öffentlichkeit geöffnet zu halten. Gebuchte Kurse seien davon aber nicht betroffen.

Die Stammgäste haben Verständnis für die üblichen jährlichen Schließzeiten von 4 Wochen für Revisionsarbeiten. Sie sind trotzdem sauer, weil die Schließdauer nun doppelt so lang ausfällt und sehr kurzfristig bekannt gegeben wurde. Alternativen wie das Georg-Arnhold-Bad seien nicht nur viel weiter entfernt, sondern auch teurer und würden nicht dieselben Leistungen, wie beispielsweise eine Sauna anbieten. Sie schätzen gerade das ruhige Ambiente des Nordbads und die Möglichkeit, sich auch mal spontan am Morgen oder Abend abkühlen zu können. Mithilfe der Initiative "Nordbad erhalten" wollen sie nun die Politik auf das Problem aufmerksam machen.