Notfallplan: Damm-Sprengung soll Leipzig retten

Seit Tagen beschäftigt ein Thema die Leipziger ganz besonders: Hochwasser. Kontrollgänge, Sandsackstapeln und nicht zuletzt die teilweise Flutung des Auenwaldes – die Stadt hat bereits einige Maßnahmen zum Hochwasserschutz eingeleitet. Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit.

Es ist die absolute Notlösung für den absoluten Katastrophenfall: Die Flutung des Zwenkauer Sees.
1999 wurde der Braunkohleabbau in Zwenkau eingestellt. Seitdem läuft die Renaturierung des Gebiets, das der Stadt als Hochwasserspeicher dienen soll.

Interview: Bernd-Stephan Tienz – Abteilungsleiter Planung LMBV

Doch bisher wurde eine Flutung des ehemaligen Tagebaus nicht in Betracht gezogen. Trotz angespannter Hochwasserlage ist der Zwenkauer See nur eine Notoption.

Interview: Bernd-Stephan Tienz – Abteilungsleiter Planung LMBV

Für die Flutung wäre eine Sprengung des Durchlasses von der Weißen Elster in den Tagebau nötig.
Deshalb kommt eine Flutung des Zwenkauer Sees nur dann in Frage, wenn der Stadt Leipzig ein besonders großer Schaden droht.

Interview: Angelika Freifrau von Fritsch – Amt für Umwelt Leipzig

Die Entscheidung darüber liegt letztendlich bei der Landesdirektion, da nicht nur die Stadt sondern auch der Landkreis Leipzig betroffen wäre. Derzeit sehen die Stadtoberhäupter die Lage allerdings noch relativ entspannt, sie versichern aber auch, für den Notfall gewappnet zu sein.