Notübernachtung in „Leipziger Oase” muss vorerst schließen

Ab 1. Januar 2011 kann die „Leipziger Oase“ das zusätzliche Angebot von Notübernachtungen nicht mehr aufrecht erhalten. Der Grund: Ab dem 1. Januar 2011 stehen nicht genügend hauptamtliche Mitarbeiter zur Verfügung, weil an Stelle der 5 notwendigen und bei der Arge Leipzig beantragten Arbeitsgelegenheiten mit Entgeltvariante (AGH) im Jahr 2011 nur drei genehmigt werden können, teilte die Diakonie Leipzig mit.

In der kalten Jahreszeit öffnet die Einrichtung auch nachts ihre Türen und stellt insgesamt zehn Notquartiere bereit für Menschen, die sonst keinen Platz zum Schlafen haben. Damit ergänzt die „Leipziger Oase“ die entsprechenden Angebote der Stadt Leipzig. Der Bedarf an diesen Schlafmöglichkeiten ist groß – die Notbetten sind fast jede Nacht komplett belegt.

Unterstützt wird die „Leipziger Oase“ bei diesem Extra-Angebot von den evangelischen und katholischen Kirchgemeinden der Stadt Leipzig. Diese stellen für jede Nacht einen ehrenamtlichen Helfer zur Verfügung. Dabei ist pro Woche eine andere Kirchgemeinde für die Bereitstellung eines Ehrenamtlichen verantwortlich.

„Die Mitarbeiter in AGH, die in der Regel 6-9 Monate bei uns sind, werden werden von uns vorbereitet und ausgebildet. Sie übernehmen dann häufig diese Aufgabe. Die wenigen Festangestellten, die wir hier haben, müssen ja schon den täglichen Betrieb mit Mittagessen, Kleiderkammer, Lager und sozialer Beratung abdecken. Und nur mit Ehrenamtlichen kann ich das Nachtcafé nicht verantworten. Es muss jemand da sein, der sich hier auskennt, der weiß, wo die Betten stehen, der die Schlafgäste kennt und den unsere Gäste schon einmal gesehen haben. Vor allem muss eine solche Person auch wissen, wie man in Notsituationen reagiert.“, so der Leiter der „Oase“ in Leipzig, Christoph Köst.