NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Albertina

Am 27. November eröffnet in der Bibliotheca Albertina die Ausstellung „NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Leipzig“. Die Sächsische Wissenschafts- und Kunstministerin Sabine von Schorlemer hält zur Eröffnung ein Grußwort.+++

Die Ausstellung stellt die Ergebnisse eines zwei Jahre laufenden Projektes zur Schau, welches auf der Suche war nach NS-Raubgut in den Beständen der Universitätsbibliothek. Finanziert wurde das Projekt vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und der Arbeitsstelle für Provenienzforschung-/recherche.

Die seit 2007 aufgefundenen Archivalen stammen aus dem hauseigenen Archiv sowie die von der Geheimen Staatspolizei Leipzig überwiesenen beschlagnahmten Quellen. Von 12.500 überrüften Bänden stellten sich etwa 6.000 als unrechtmäßig erworben heraus, fast 1.500 enthielten handschriftliche Einträge, Stempel oder Exlibris, die HInweise auf den Vorbesitzer geben.

Die Ausstellung zeigt einen Teil der gefundenen Bücher und geht auf das Schicksal ihrer rechtmäßigen Besitzer ein, welche Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten waren.

Die Ausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.