Nur 36,7 Prozent der Jugendlichen im Alter von 18 bis 21 Jahren haben 2009 das Abi gepackt

„Jetzt zeigen sich die Auswirkungen der demografischen Entwicklung. Gemeinsam mit Schulen und Hochschulen müssen wir deshalb unsere Anstrengungen, noch mehr junge Menschen von den Vorteilen eines Studiums zu überzeugen, weiter erhöhen. Eine umfassende und qualifizierte Information und Studienberatung ist ein Instrument dazu,“ sagte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, zu den am Montagvormittag veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamtes in Kamenz.

Danach haben im vergangenen Jahr nur 36,7 Prozent der Jugendlichen im Alter von 18 bis 21 Jahren die allgemeine Hochschul- oder Fachschulreife erworben (18.523 Schulabgänger, das sind 1.737 bzw. neun Prozent weniger als 2008). Damit liegt der Freistaat unter dem Bundesdurchschnitt von 45 Prozent. Aus dem Absolventenjahrgang 2005 begannen bis 2008 rund 70 Prozent der Studienberechtigten mit allgemeiner Hochschulreife ein Studium und nur 54 Prozent (Übergangsquote) der Jugendlichen mit Fachhochschulreife besuchten eine entsprechende Einrichtung.

„Der drohende Mangel im Freistaat Sachsen an gut ausgebildeten und hoch qualifizierten Fachkräften, besonders in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen, macht es unbedingt erforderlich, dass mehr Jugendliche ihr Abitur oder die Fachhochschulreife erwerben und dann auch tatsächlich ein Studium aufnehmen und erfolgreich abschließen.“, so Staatsministerin von Schorlemer.

Es müsse gelingen, mehr Jugendliche mit Studienberechtigung tatsächlich zum Studium zu führen. Diese Übergangsquote müsse deutlich erhöht werden, so die Ministerin. Besonders an der geringen Übergangsquote der Schülerinnen und Schüler mit Fachhochschulreife zeige sich, dass hier ein enormes Potenzial für die Zukunft bestehe.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst