OB Burkhard Jung besucht Notunterkunft am Sportforum

Knapp 400 Menschen finden derzeit Unterkunft in der Universitätssporthalle. OB Jung übte neben einem Lob für die Johanniter und freiwilligen Helfer auch harte Kritik am Sächsischen Innenministerium. +++

Seit knapp einer Woche ist die Ernst-Grube-Halle als umgerüstete Notunterkunft für Flüchtlinge in Betrieb. Am Donnerstag besuchte nun erstmals Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung die Universitätssporthalle. Rund 400 Asylsuchende mussten bis jetzt kurzfristig in der Halle untergebracht werden. Besonders die unzureichende Informationspolitik seitens des Sächsischen Innenministeriums ist für Oberbürgermeister Jung ein Grund zur Kritik

Nur 50 cm Abstand zur nächsten Liege und momentan 10 Duschen für knapp 400 Menschen machen die noch prekären Verhältnisse in der Unterbringung deutlich. Nur durch die außerordentliche Anstrengung der Johanniter und freiwilligen Helfer kann momentan eine menschenwürdige Unterbringung für die Asylsuchenden geschaffen werden.

Die gerade vom Bundesinnenministerium nach oben korrigierten Flüchtlingszahlen bringen weitere Herausforderungen für Land und Kommunen mit sich. Um in der Zukunft nicht auf kurzfristige Lösungen setzen zu müssen, bedarf es bereits jetzt Anstrengungen um dauerhafte Lösungen zu finden.

Wann die Ernst-Grube-Halle wieder für den Universitätsbetrieb freigeben werden kann, ist noch ungewiss. Aufgrund der aktuellen Lage ist nach Aussagen aller Beteiligten, allerdings nicht davon auszugehen, dass zum Semesterstart in der Halle wieder Sport betrieben werden kann.