OB Jung ist sauer – „Wir haben ein Sicherheitsproblem“

Leipzig – Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung fühlt sich vom Innenministerium in Dresden im Stich gelassen. Leipzig und Sachsen hätten ein Sicherheitsproblem. Besonders harsch kritisiert er die Einsparungen in den letzten Jahren als auch den Stellenabbau der Polizeikräfte im Freistaat.

Die wichtigste Aufgabe des Staates ist die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten, so Jung. Auf 100.000 Einwohner kämen in Sachsen 266 Polizisten und Polizistinnen, in vergleichbaren Großstädten seien es deutlich mehr. Gemeinsam mit dem Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport fordert der Oberbürgermeister eine Reformierung des Sächsichen Polizeigesetzes, damit auch Ordnungs- und Sicherheitskräfte der Stadt mehr Rechte und Befugnisse haben. So soll das Ordnungsamt auch in den fließenden Verkehr eingreifen können und verdächtige Personen festsetzen. Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu erhöhen patrouillieren Mitarbeiter des Ordnungsdienstes im Schichtsystem von9 bis 21 Uhr durch die Grünflächen in der Innenstadt, sowie rings um den Leipziger Hauptbahnhof.

Inwieweit der Hilferuf des Oberbürgermeisters in Dresden Gehör findet, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.