OBM Jung tritt zum zweiten Wahlgang an: „Keine Deals. Keine Zugeständnisse.“

Wie zu erwarten wird der amtierende Leipziger Bürgermeister im zweiten Wahlgang antreten. Um weitere Stimmen zu erhalten, wird die SPD aber keine Gespräche mit anderen Parteien führen. Indes hat Rene Hobusch angekündigt, nicht noch einmal anzutreten. +++

„Solche Deals sind aus demokratischen Gesichtspunkten abzulehnen, denn sie zeugen von einer Respektlosigkeit gegenüber der Souveränität der Wählerinnen und Wähler. Diese können nicht wie eine Handelsware hin und her geschoben werden, um sich den gewünschten Wahlausgang auszuhandeln.“, so SPD-Kreisvorstand Michael Clobes.

Der SPD-Kreisvorstand geht abschließend davon aus, dass Burkhard Jung im zweiten Wahlgang gewinnen wird. „Die Bürgerinnen und Bürger wollen keinen ehemaligen Polizeipräsidenten als Oberbürgermeister.“

Der FDP-Kandidat René Hobusch hat währenddessen angekündigt, im zweiten Wahlgang nicht wieder anzutreten. „“Ich danke den Wählerinnen und Wählern, die mir ihre Stimme geliehen haben. Und ich danke allen Unterstützern und Helfern, die diese Kampagne möglich gemacht haben. Das Ergebnis ist sicher nicht das, was wir uns erhofft haben. Wir schauen jedoch nicht enttäuscht zurück, sondern optimistisch nach vorn.“, so Hobusch, der am vergangenen Sonntag gerade einmal 1,8 Prozent der Stimmen holen konnte.

Eine „Weitergabe“ seiner Stimmen an andere Parteien lehnte Hobusch allerdings ab: „Während andere Kandidaten bereits dabei sind, ihre Leihstimmen im einsetzenden Ämter- und Postengeschacher zu verkaufen, haben wir bewusst entschieden, uns daran nicht zu beteiligen. Am Ende wird ein Oberbürgermeister gewählt sein, der erkennbar keine liberalen Inhalte vertritt. Daher gibt es für uns keinen Grund eine Empfehlung auszusprechen.“