OBM-Wahl 2020: Der Tag danach

Leipzig - Nach dem Wahlabend vom Sonntag ist klar, zum zweiten Wahlgang erwartet die Leipziger ein Zweikampf zwischen Sebastian Gemkow und Amtsinhaber Burkhard Jung. Zumindest parteiintern konnte der amtierende Oberbürgermeister Burkhard Jung am Abend der Wahl auf Zuspruch vertrauen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen hatte der 61-jährige Amtsinhaber erwartet. Dass CDU-Konkurrent Sebastian Gemkow (41) den ersten Wahlgang mit 31,6 Prozent der Stimmen für sich entscheiden konnte, dürfte Jung aber dennoch überrascht haben. Die Leipziger waren am Tag nach der Wahl unterschiedlicher Meinung. Mit 29,8 Prozent lag Burkhard jung nur 1,8 Prozent hinter Sebastian Gemkow. Für den Politikwissenschaftler der Uni Leipzig, Dr. Hendrik Träger ist das Wahlergebnis historisch.

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Eine Kandidatin wird sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits jetzt aus diesem Wahlkampf zurück ziehen. Am Montag erklärte Grünen-Politikerin Katharina Krefft gegenüber der LVZ, dass sie voraussichtlich nicht für den zweiten Wahlgang antreten werde. Die 42-jährige kam auf 12 Prozent der Stimmen. Mit 13,5 Prozent erreichte Linke-Politikerin Franziska Riekewald das drittbeste Ergebnis. Der AfD-Kandidat Christoph Neumann erzielte 8,7. Beide Politiker werden noch in dieser Woche parteiintern darüber entscheiden, ob sie erneut antreten. Falls nicht, nennt Dr. Träger 3 Mögliche Szenarien für den zweiten Wahlgang.

Bis zum 7. Februar haben die Kandidaten Zeit. Die Entscheidung über einen neuen Oberbürgermeister fällt dann auf jeden Fall im zweiten Wahlgang am 1. März. Dort wird dann nur noch eine relative Mehrheit benötigt.