Obstanbauer erwarten geringere Ernte bei gleichbleibender Qualität

Die sächsischen Obstanbauer erwarten in diesem Jahr mit 81 000 Tonnen einen geringen Ertrag bei der Apfelernte im Vergleich zum Vorjahr. Die Erntemenge liegt damit rund zehn Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. +++

Die sächsischen Obstanbauer erwarten in diesem Jahr mit 81 000 Tonnen einen geringen Ertrag bei der Apfelernte im Vergleich zum Vorjahr (92 473 Tonnen). Die Erntemenge liegt damit rund zehn Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre. Der Rückgang ist auf die schwierigen Witterungsbedingungen während der Blütezeit und Fruchtentwicklung zurückzuführen. Im bundesweiten Vergleich sind die Verluste jedoch moderat – andere Regionen in Deutschland haben mit Ernteeinbußen von mehr als 15 Prozent zu kämpfen. Die Ernte im Freistaat kann den Bedarf der Sachsen nach ihrem liebsten Obst bis zur nächsten Ernte abdecken.

„Trotz der gesunkenen Erträge stimmt auch in diesem Jahr die Qualität der sächsischen Äpfel“, sagte Landwirtschaftsminister Frank Kupfer heute (28. August 2013) bei der offiziellen Eröffnung der Apfelsaison in Klipphausen/Reichenbach (Landkreis Meißen). „Gegenüber der europäischen Konkurrenz heben sie sich deutlich ab bei Frische, Inhaltsstoffen und Rückständen von Pflanzenschutzmitteln.“ Auch die positive Klimabilanz zähle zu den Vorzügen des sächsischen Apfels, der von der Plantage zum Kunden nur kurze Wege zurücklegen muss. Die modernen gasdichten Kühllager der Erzeuger machen es möglich, dass sächsische Äpfel das ganze Jahr hindurch vorrätig sind.

Bei der Qualitätssicherung werden die Obstanbauer vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie durch Wetterprognosen und Warndienstmeldungen unterstützt. Damit werden wetterbedingte Produktionsrisiken minimiert. Hilfe gibt es auch bei der Errichtung von Hagelschutznetzen: Hier übernimmt der Freistaat 30 Prozent der Kosten, für Mitglieder von Erzeugerorganisationen gibt es dafür von der EU sogar 50 Prozent. „Für die Marketinginitiative ,Fruchtendes Sachsen – sächsisches Obst – knackig saftig‘ des Obstbauverbandes übernehmen wir 75 Prozent der Ausgaben“, so der Minister. „Damit unterstützen wir die Erzeuger, die ihr Obst in ihren Hofläden oder auf Märkten selbst vermarkten.“ Zudem setze sich der Freistaat dafür ein, dass möglichst viele Obstanbauer Mitglieder in Erzeugerorganisationen werden.

Die Erzeuger profitieren dabei von weiteren Fördermöglichkeiten, von Markterfahrungen und den Stärken der anderen Mitglieder. Bei den „Tagen des offenen Obsthofes“ (nähere Informationen im Internet unter www.obstbau-sachsen.de) im September und Oktober können die Sachsen mit den Obstanbauern ins Gespräch kommen und unter anderem die Lieblingssorten der Deutschen wie beispielsweise Elstar, Jonagold und Gala besser kennenlernen. Mit rund 2 554 Hektar Anbaufläche für Apfel zählt Sachsen zu den größten geschlossenen Obstanbaugebieten Deutschlands. Der Obstanbau in Sachsen konzentriert sich besonders im Dresdner Raum sowie dem Muldental.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft