Ochsenjagd in Chemnitz-Hilbersdorf

Bereits am Mittwochnachmittag waren die 10 jungen Ochsen an der Dresdner Straße abgehauen und hatten damit einen Großeinsatz der Ordnungskräfte ausgelöst.

Am Donnerstagmorgen wurde dieser noch einmal verstärkt, denn Ochsen sind stur wie selbige, auch wenn noch jung, und lassen sich auch nicht so einfach fangen. Mit unzähligen Helfern, schätzungsweise 100 Einsatzkräften und Frewilligen ging es also in den Zeißigwald und kurze Zeit wieder raus, denn die Rindviecher hatten sich schon längst das unwegsame Gelände zu Eigen gemacht.

Selbst ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz, er versuchte A) die Tiere aufzuspüren und sie B) in eine bestimmte Richtung zu drängen. Doch das alles schien schwerer als gedacht.

Interview: Einar Bergmann – Ordnungsamt Chemnitz

Die Heideschänke an der Eubauer Straße als neuer oder besser endgültiger Anlaufpunkt für die Ochsen. Hier her sollten sie getrieben werden, die Journalisten zumindest waren schon einmal da. Nur von den Tieren fehlte jede Spur, immer wieder gab es Hinweise und Ansagen, dass die Tiere in unmittelbarer Nähe seien, doch dann wieder das Weite suchten.

Das Katz und Maus Spiel setzte sich bis gegen 16.30 Uhr fort, dann wurde zum Rückzug geblasen. Die Tiere sollten sich erst einmal beruhigen, gleichzeitig wurde die Ordner erteilt, der Amtstierarzt könne, wenn möglich, die Tiere mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht setzen. Vor allem ein der Ochsen sei besonders scheu, er treibe die Herde immer wieder in die falsche Richtung.

Somit könnte es für die Tiere, aber auch für die Einsatzkräfte noch eine lange Nacht werden.

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