Öffentlichkeitsfahndung zu Tötungsverbrechen am vermissten Enrico Kubat

Zwei Personen stehen im Focus von Polizei und Staatsanwaltschaft. 5.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt. Fotos und Informationen unter www.dresden-fernsehen.de +++

Neue Ermittlungen zu Tötungsverbrechen – Öffentlichkeitsfahndung

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln seit Sommer 2012 wegen eines Tötungsverbrechens am vermissten Enrico Kubat.

Zwei Personen stehen im Focus der Ermittler

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen sind die Kriminalisten auf den damals 27-jährigen Martin Fritsche  und die damals 24-jährige Christin Klinger gestoßen. Beide hatten bereits kurze Zeit nach dem Verschwinden von Enrico Kubat dessen Kreditkarten, beispielsweise zu Einkäufen in Hoyerswerda und Leipzig, eingesetzt und dessen Bankverbindung genutzt. Als Motiv steht die Finanzierung ihrer Drogensucht im Raum. Wie sie an die Karten und Daten gelangten, ist unter anderem Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Vermisste war zuletzt mit einem grünen VW Golf IV Variant, amtliches Kennzeichen FG-FJ 99, unterwegs. Dieses Fahrzeug nutzten die beiden Beschuldigten kurze Zeit nach dem Verschwinden von Enrico Kubat für Fahrten nach Hoyerswerda und Leipzig im Mai 2010. Seitdem ist auch der Verbleib des Fahrzeuges unbekannt.

Martin Fritsche und Christin Klinger sind daher verdächtig, den Vermissten Enrico Kubat getötet zu haben, um sich dessen VW Golf sowie dessen Zahlungskarten zu verschaffen.

Enrico Kubat zuletzt am Albertplatz gesehen

Nach bisherigem Ermittlungsstand hielten sich die beiden Beschuldigten gemeinsam dem Vermissten Enrico Kubat sowie weiteren Personen am 11. Mai 2010, ab frühestens 06.00 Uhr, im Cafe Europa an der Königsbrücker Straße auf. Von dort sollen sich mindestens die Beschuldigten Klinger und Fritsche sowie der Vermisste Kubat noch am Vormittag gemeinsam zu Fuß zum Albertplatz begeben haben. Enrico Kubat und sein Fahrzeug wurde seitdem nicht mehr gesehen.

Keine Resonanz auf bisherige Öffentlichkeitsfahndung nach Enrico Kubat

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden fahnden seit dem 12. Dezember 2012 öffentlich nach Enrico Kubat. Trotz umfangreicher Berichterstattung in den Medien – inklusive einer Vorstellung des Falles bei „Kripo Live“ – gingen keine Hinweise zum Verbleib von Enrico Kubat ein.

Veröffentlichung von Fotos der Beschuldigten

Auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichtes Dresden veröffentlichen die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden heute Fotos der Beschuldigten Martin Fritsche und Christin Klinger. Die Ermittler erhoffen sich von dieser Veröffentlichung neue Hinweise zu den Umständen des Verschwindens von Enrico Kubat.

Martin Fritsche ist 175 cm groß und von schlanker Gestalt. Er trägt an beiden Ohren Tunnelohrringe. Zur Tatzeit war er 27 Jahre alt.

Christin Klinger ist 166 cm groß und ebenfalls von schlanker Gestalt. Sie war zur Tatzeit 23 Jahre alt und von etwas kräftigerer Statur.

5.000 Euro Belohnung für Hinweise

Auf Grund der Schwere der Tat hat die Polizeidirektion Dresden für Hinweise, welche zur Aufklärung des Verbrechens und zum Auffinden von Enrico Kubat führen, eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Die Belohnung wird nur an Privatpersonen gezahlt. Personen, zu deren Berufspflicht die Verfolgung von Straftaten gehört, sind davon ausgenommen.

Die Dresdner Polizei fragt:

Wer hat die Beschuldigten Martin Fritsche und Christin Klinger zusammen mit Enrico Kubat am 11. Mai 2010 gesehen? Wem begegneten die beiden Beschuldigten in den Folgetagen? Wer hat die Beschuldigten in Begleitung weiterer Personen oder im VW Golf des Enrico Kubat gesehen? Haben sich die Beschuldigten gegenüber Zeugen zum Tathergang geäußert?

Wer kann Angaben zum aktuellen Aufenthaltsort von Enrico Kubat machen? Wer hat Enrico Kubat nach dem 11. Mai 2010 gesehen? Wer hat Enrico Kubat am 11. Mai 2010 in der Dresdner Neustadt gesehen? Enrico Kubat ist 1,78 m groß und von schlanker Gestalt.

Auf Enrico Kubat ist ein grüner VW Golf Variant mit dem amtlichen Kennzeichen FG-FJ 99 zugelassen. Wem ist dieses Fahrzeug seit dem 11. Mai 2010 aufgefallen?

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer
(0351) 483 22 33 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: Polizei Dresden