Offene Kirchen in Sachsen an Heiligabend

Sachsen - Weihnachten wieder anders: Die Sächsischen Kirchen trotzen Corona und bieten zahlreiche Weihnachtsangebote an.

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Im zweiten Jahr in Folge wird das Weihnachtsfest in der Corona-Pandemie gefeiert. Das hält die Kirchen in Sachsen jedoch nicht davon ab ihre Pforten für die sächsische Bevölkerung zu öffnen. Die Kirchengemeinden orientieren sich dabei an den Erfahrungen aus dem Vorjahr und bieten Christvespern, offene Kirchen, Krippenwege im Freien und digitale Krippenspiele an.

Bei allen Veranstaltungen in den Kirchen werden dabei die geltenden Corona-Regeln umgesetzt. In Gottesdiensten und Christvespern muss der Mindestabstand eingehalten und eine FFP2-Maske getragen werden. Es gilt zudem die 3G-Regel,

alle Teilnehmenden müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. In einigen Kirchen ist auch ein Test vor Ort möglich. Vielerorts ist aufgrund der beschränkten Plätze eine Anmeldung erforderlich. Daher werden Bürger gebeten, sich unbedingt im Vorfeld bei ihrer Kirchgemeinde vor Ort zu informieren. Trotz der Beschränkungen kommen in den Christvespern auf kreative Weise auch kleine Krippenspiele und weihnachtliche Musik zur Aufführung. Diese jedoch meist in kleiner Besetzung und mit genügend Abstand. Einzig auf den weihnachtlichen Gemeindegesang muss in diesem Jahr erneut komplett verzichtet werden.

Einige Kirchgemeinden werden ihre Kirchen am Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen für den individuellen Besuch öffnen. In den offenen Kirchen soll für Besucher weihnachtliche Musik gespielt und die Weihnachtsgeschichte vorgelesen werden. Außerdem können Besucher das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause nehmen. Andere Kirchgemeinden werden besondere Krippenwege um die Kirche oder durch den gesamten Ort anbieten. Zusätzlich sind Christvespern oder Krippenspiele in digitaler Form für zu Hause geplant. Zu alten oder kranken Menschen werden von den Kirchengemeinden Briefe oder kleine Geschenke nach Hause gebracht. Die seelsorgerliche Begleitung der Menschen, die aufgrund von Quarantäne, Krankheit, Existenzsorgen oder dem Verlust von Angehörigen nach Trost und Zuwendung suchen, ist besonders in der Weihnachtszeit eine wichtige Aufgabe der Kirchengemeinden.

Am 23. Dezember wird die traditionelle Weihnachtliche Vesper aus der Dresdner Frauenkirche aufgrund der Corona-Pandemie erneut ohne Besucher stattfinden. Die Veranstaltung wird ab 17:00 Uhr vom MDR-Fernsehen übertragen. Auch am Heiligen Abend und den Weihnachtsfeiertagen wird es in der Dresdner Frauenkirche und der Dresdner Kreuzkirche Christvespern und Festgottesdienste geben. Gleiches gilt für die Leipziger Thomaskirche, die Leipziger Nikolaikirche und den Dom zu Meißen. Genauere Informationen zu Veranstaltungen der Kirchen in Sachsen finden Sie auf der Internetseite der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.