Offene vs. geschlossene Küche – man muss sich eben entscheiden

Für viele Menschen in Deutschland ist die Küche einer der wichtigsten Räume im gesamten zu Hause. Denn hier wird meist nicht einfach nur Essen zubereitet und gegessen, sondern die Küche ist auch ein Raum, in dem sich Freunde und Familie begegnen. Hier wird gekocht, gelacht, geweint oder gefeiert. Dieser Raum ist meist das Herz des Hauses, beziehungsweise der Wohnung. Deshalb wird bei der Einrichtung der Küche besonders viel Wert auf eine hochwertige Ausstattung gelegt. Aktuell liegen vor allem offene Küchen im Trend. Doch sind die wirklich so viel besser als geschlossene Küchen? Das gilt es bei der Wahl der Küche zu beachten.

Offene Küchen kommen wieder in Mode Eigentlich war die geschlossene Küche Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende lang vorherrschend. Natürlich gibt es solche Küchen, wie wir sie heute kennen, noch nicht so lange. Trotzdem kann man das Lagerfeuer in der Steinzeit schon als eine Art Vorläufer der heutigen offenen Küche ansehen.

Hier wurde ebenfalls nicht nur gekocht und gegessen, sondern das Feuer hielt auch wilde Tiere von der Familie fern. Vielleicht fühlen wir uns heute deshalb so wohl und behütet in der Küche, vor allem in einer offenen.

Irgendwann verschwanden die offenen Küchen jedoch fast komplett von der Bildfläche. Es galt als unschick, Einblicke in die Küche zu bekommen. Man wollte zwar essen, aber nichts von der Zubereitung mitbekommen. Heute ist das glücklicherweise anders. Wir legen viel mehr Wert auf das Aussehen und die Wertigkeit einer Küche, auch das Drumherum, wie etwa Deko und die Optik der Küchenfenster spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Egal, ob geschlossene oder offene Küche.

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Sie bieten viele Vorteile Die offene Küche ist längst wieder in Mode, und zwar völlig zurecht, denn immerhin bietet sie eine Vielzahl an positiven Aspekten.

  • Es ist die perfekte Küche für sogenannte Küchenpartys. Gastgeber müssen sich nicht getrennt von den Gästen in der stillen Küche verschließen und können auf diese Weise aktiv am Geschehen teilnehmen.
  • Die Gäste auf solchen Partys können den Köchen im Gegenzug über die Schulter schauen.
  • Wer gerne viel Platz hat und Weitläufigkeit in seinen Zimmern mag, ist mit der offenen Küche ebenfalls bestens bedient. Sie lässt Räume größer und luftiger wirken.
  • Für das gemeinsame Kochen bietet die offene Küche einfach viel mehr Platz. Hier muss sich niemand gegenseitig auf den Füßen herumstehen.
  • Solche Küchen wirken sehr repräsentativ.

Doch es gibt bestimmt Personen, die sich nicht ganz so sehr daran erfreuen.

Offene Küchen sind nicht für jeden geeignet

Solche Küchen bieten leider nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile.

  • Bei einer offenen Küche sind meist Wohn- und Esszimmer sowie die Küche miteinander kombiniert. Dadurch kann es sein, dass sich die Kochgerüche in den Wohntextilien festsetzen. Allerdings lässt sich das mit leistungsstarken Dunstabzügen beheben.
  • Damit die Küche wirklich repräsentativ werden kann, müssen höhere Ansprüche an die Optik gesetzt werden. Außerdem müssen alle einzelnen Wohnbereiche in einer offenen Küche aufeinander abgestimmt werden.
  • Kochgeschirr und Geschirr müssen immer direkt gespült und weggeräumt werden. Ansonsten sieht es unordentlich in der Küche aus, was sich wiederum negativ auf die Wohnatmosphäre auswirken kann.
  • Gleiches gilt für läute Geräte, wie etwa den Mixer oder die Spülmaschine.

Wer sich an diesen Punkten stört, sollte sich wohl eher für eine geschlossene Küche entscheiden.

Geschlossene Küche immer noch sehr verbreitet

Viele Küchen in Deutschland sind heute immer noch abgeschlossen. Das liegt jedoch nicht unbedingt daran, dass die Bewohner der Haushalte sich keine offene Küche wünschen, sondern dass vielen Bestandsimmobilien die Küche vom Wohnraum abgetrennt ist. Dann muss man versuchen das Beste aus dem Raum herauszuholen.

Egal, ob offene oder geschlossene Küche, am besten lässt sich der Raum mit einem Küchenplaner organisieren. Das funktioniert schnell, einfach und ist kostenlos. Am Ende bekommt man ein anschauliches 3D-Modell seiner neuen Traumküche.

Oft lässt sich der Raum durch eine Sanierung öffnen, wenn man sich eine offene Küche wünscht. Zwar liegt die aktuell besonders im Trend, doch bedeutet das nicht, dass eine geschlossene Küche nicht auch einige Vorteile hat.

Diese Punkte sprechen für und gegen die geschlossene Küche

Wer sich eine neue Küche zulegt, muss natürlich erst einmal viel überlegen und planen. Vielleicht sprechen die folgenden Punkte als Entscheidungshilfe doch eher für eine geschlossene Küche.

  • Geräusche und Gerüche bleiben in der Küche und können sich nur schwer in den Wohntextilien festsetzen.
  • Eine geschlossene Küche lässt die Wohnung ordentlicher wirken.
  • Ist in der Küche ein Perfektionist am Werk, kann er sich in Ruhe auf die Zubereitung konzentrieren.

Dennoch sollte man die Nachteile nicht außer Acht lassen:

  • Die geschlossene Küche ist nur wenig kommunikativ.
  • Bei Feiern und Partys ist der Gastgeber vom Geschehen ausgeschlossen.
  • Unter Umständen staut sich schlechte Luft auf kleinstem Raum. Das kann für den Koch unangenehm sein.

Ein guter Kompromiss?

Ein offene Küche, die sich mit Hilfe von Schiebetüren in eine geschlossene Küche verwandeln lässt, kann ein guter Kompromiss sein. Wer nach der Arbeit in der Küche keine Lust zum Aufräumen hat, kann einfach die Türen schließen und sich entspannt auf dem Sofa zurücklehnen. So bekommt man das Beste aus beiden Welten.

Fazit

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Art der Küche passend ist. Meist ist die Entscheidung jedoch auch abhängig von den räumlichen Gegebenheiten. Fest steht, dass beide Arten ihre Vor- und Nachteile haben.