Okapi endlich für die Besucher zu sehen

Kimdu genießt erstmals Freigang in Leipzig.

Okapibulle Kimdu hat seit Freitag erstmals nach der fünfwöchigen Quarantäne die Gelegenheit, sein Freigehege in Leipzig zu erkunden. Nachdem die Pfleger ihm die Tür geöffnet hatten, machte er gleich rege von der neuen Möglichkeit Gebrauch und trat ins Freie. Allerdings steht der Waldgiraffe noch nicht die gesamte Außenanlage zur Verfügung. Das scheue Tier soll sich im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt an seine Umgebung gewöhnen und wird daher zunächst einen kleinen „Vorgarten“ nutzen. Die Rückzugsmöglichkeit ins Haus steht Kimdu nach wie vor offen. Es gehört also auch ein klein wenig Glück dazu, ihn im Freien zu sehen.

Kimdu (geb. am 11.05.2005 in Rotterdam) war am 12. März diesen Jahres aus seinem Geburtsort nach Leipzig gekommen und auf seiner Reise von einer Pflegerin aus seinem Heimatzoo begleitet worden. Im Gegenzug hatte ein Leipziger Tierpfleger die Waldgiraffe bereits in Rotterdam besucht, um sich mit ihr vertraut zu machen. Während der vierwöchigen Quarantäne war das Okapi für die Besucher nicht zu sehen gewesen.

Die ausschließlich in den Regenwäldern des Kongobeckens vorkommende Tierart ist aufgrund des eingeschränkten spezifischen Lebensraumes und der politischen Situation vor Ort bedroht. Wie viele dieser imposanten Tiere noch in freier Wildbahn vorkommen ist unklar, da sie sich hauptsächlich im Dickicht des tropischen Regenwaldes aufhalten und äußerst scheu sind. In Zoos werden die Tiere nur sehr selten gehalten. Weltweit leben ca. 140 Tiere in menschlicher Obhut. Das Zuchtbuch und das EEP werden in Antwerpen geführt.

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