Omikron – Mehr Antikörper nach Biontech-Booster

Sachsen- Erste Studienergebnisse zeigen, dass beim Covid-19-Impfstoff von Biontech die Booster-Impfung vor der Coronavirus-Variante Omikron teilweise schützen kann. 

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Studiendaten zufolge schützt der Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer nur teilweise gegen die Coronavirus-Variante Omikron. Das Africa Health Research Institute in Südafrika habe das Blut von 12 Menschen untersucht, die diesen Impfstoff erhielten. Die Ergebnisse zeigen einen 41-fachen Rückgang der neutralisierenden Antikörper gegen Omikron. Ebenso zeigen sie, dass Personen, die sowohl geimpft als auch zuvor infiziert waren, eine beträchtliche Immunität erhalten bleibt, heißt es auf der Homepage des Instituts. Die klinischen Auswirkungen dieser Labordaten müssen noch bestimmt werden, so Geschäftsführers des Instituts Professor Willem Hanekom. 

Die Virologin Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, twitterte heute erste Daten von Studienergebnissen zu  Experimenten mit Omikron und der Delta-Variante. Diese zeigen dass erst die Gabe von drei Impfdosen die Omikron Variante teilweise neutralisiert. Drei Monate nach der Booster-Impfung liegt die Neutralisation bei Omikron bei 25 Prozent, bei der Delta-Variante sind es 95 Prozent.

"Die Daten bestätigen, dass die Entwicklung eines an Omicron angepassten Impfstoffs sinnvoll ist.", so die Virologin auf Twitter. Außerdem twittert sie: "Die Daten können nichts dazu aussagen, ob man weiterhin vor einem schweren Verlauf geschützt ist (Stichwort T-Zellen)."