Oper Leipzig feiert Verdi-Jahr mit erster Premiere 2013

Die Opernwelt feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi. Auch an der Oper Leipzig ehrt man den großen italienischen Komponisten. „Nabucco“ feierte am 6. Januar eine umjubelte Premiere. +++

Mit großen Gefühlen und mitreißender Musik startet die Oper Leipzig ins neue Jahr. „Nabucco“ ist die erste Premiere im noch jungen 2013. Nach „Rigoletto“ bereits die zweite Verdi-Oper der Spielzeit und das aus gutem Grund. Die Opernwelt feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag des Komponisten. Für Regisseur Dietrich Hilsdorf ist es bereits seine 17. Verdi-Inszenierung. Und doch hatte er bei „Nabucco“ anfänglich Bedenken.

Im Mittelpunkt der Oper steht die Rivalität der babylonischen Halbgeschwister Fenena und Abigaille sowie der Wahnsinn und die Läuterung des Babylonierkönigs Nabucco. Verdi hat diese Geschichte um Liebe, Eifersucht und Hass mit großer musikalischer Kraft gestaltet.

Für „Nabucco“ arbeitete Dietrich Hilsdorf erneut mit seinem langjährigen Bühnenbildner Dieter Richter zusammen. Er gestaltete eine Bühne, die Raum bietet für großen Ensembleszenen und die gewaltigen Chöre, die Verdis Werk charakterisieren. Das eigentliche Bühnenbild ist allerdings kein komplett Neues, sondern wurde nur verändert.

Auf der Seitenbühne beobachtet Ronald Rudroff das Geschehen. Als Bühnenmeister ist er von Anfang an in den Entstehungsprozess des Bühnenbildes einbezogen, koordiniert Auf-, Ab- und Umbau, kümmert sich um Sicherheitsfragen und ist Ansprechpartner für alle Beteiligten.

Am Bühnenbild für „Nabucco“ haben die Kollegen in den Werkstätten monatelang gearbeitet. Der Bühnenprospekt mit dem aufgemalten Prunksaal wurde schon im Herbst vergangenen Jahres begonnen. Jetzt schafft er auf der Bühne die perfekte Illusion. Viel Zeit nahm auch das Aufbringen der hauchdünnen Metallplättchen in Anspruch. Tausende solcher Fliesen zieren nun die Kulisse und tauchen die Bühne in einen faszinierenden Schimmer. Die Oper Leipzig hat eine der größten Bühnen Deutschlands und für diese Inszenierung wird sie komplett ausgenutzt. Entsprechend groß ist der Aufwand.

Ein Aufwand, der sich lohnt. „Nabucco“ ist eine kraftvolle Inszenierung, mit großen Stimmen und natürlich, einem der bekanntesten Chöre der Operngeschichte, dem Freiheitschor „Va, pensiero“, der auch nach dem hundertsten Male noch mitreißt.

Das nächste Mal erklingt er am 11. und am 27 Januar in der Oper Leipzig.