Operette, Musical und Spieloper – Orchester der Musikalischen Komödie glänzt durch Vielfalt

Wenn das Ensemble der Musikalischen Komödie Leipzig das Publikum mit seinen Geschichten verzaubert, entfliehen die Zuschauer für ein paar Stunden dem Alltag. +++

Doch um in den vollen musikalischen Genuss von Operette, Spieloper oder Musical zu kommen, sind rund 50 Personen von enormer Bedeutung. Das Orchester.

Nach dem Gewandhausorchester ist das Orchester der MuKo das Zweitälteste Leipzigs. Seine Geschichte begann bereits im Jahr 1902, wo es zur Einweihung des Centraltheaters spielte. Seit 1912 in städtischer Trägerschaft, festigte das Orchester besonders in den 20er und 30er Jahren seine Spezialisierung im Bereich Operette unter Dirigenten wie beispielsweise Franz Lehár oder Paul Lincke. 1960 folgte der Einzug in das heutige Domizil im „Haus Dreilinden“, welches 1968 in „Musikalische Komödie“ umbenannt wurde.

Seit 2007 ist Stefan Diederich Chefdirigent der MuKo. Neben der künstlerischen Arbeit ist er auch für die Proben zuständig. Darüber hinaus erstellt er, in Zusammenarbeit mit dem Intendanten den Konzert- und Spielplan des Hauses.

Das Besondere am Orchester der Musikalischen Komödie ist, dass es bei jeder Vorstellung in der selben Besetzung spielt. Für das Publikum bedeutet das eine gleichbleibende Qualität, die jede Vorstellung zu einer kleinen Premiere macht. Und das kommt an. Ebenso, wie die Vielfalt der Genres. Ganz besonders aber die Operette.

Am Tag einer Vorstellung kommen die Musiker etwa eine Stunde vor Beginn ins Haus. Hinter den Kulissen ziehen sie sich um und bereiten ihre Instrumente für die Arbeit vor. Anschließend finden sie sich nach und nach im Orchestergraben ein. Es werden noch einmal die Instrumente gestimmt, jeder spielt für sich die schwierigen Stellen an und dann kann es auch schon losgehen. Der Dirigent begrüßt die Erste Konzertmeisterin und das Publikum. Die Musik setzt ein, der Vorhang geht auf und die Bühne verwandelt sich in eine andere Welt.

Dass nicht nur Orchester, sondern alle Mitarbeiter der Musikalischen Komödie ihren Beruf lieben, das ist in den Vorstellungen spürbar. Und so kann man sich auch in der kommenden Spielzeit wieder auf viele bekannte aber auch neue Highlights freuen. Zum Beispiel auf ein eigenes Symphoniekonzert des Orchesters am 20. November.