Orangenbäume verschaffen Dresdner Zwinger neuen Frühling

Dresden - Seit Mittwoch stehen die Orangenbäume im Zwinger wieder. Die 75 Pomeranzen haben den Winter in der Orangerie im Barockgarten Großsedlitz verbracht. Nun ist die Frostgefahr vorüber und die Pflanzen durften zurück ins historische Bauensemble.

Die Orangenbäume im Dresdner Zwinger haben mittlerweile eine lange Tradition. Im Jahr 1710 entschied sich August der Starke dem geschichtsträchtlichen Komplex einen neuen Glanz verleihen zu wollen. Deshalb importierte der sächsische Kurfürst einige Hundert Orangenbäume aus Italien. Diese mussten allerdings im Jahr 1880 wieder entfernt werden, da Unwetter den Bestand auf nur noch 200 Exemplare reduziert hatten. Die restlichen Pomeranzen waren zu alt oder wurden durch die damalige Bevölkerung schwer beschädigt. Den Wiedereinzug der Zitruspflanzen feiert das Schlösserland Sachsen am Samstag. Neben einem großen Festumzug wird es auch vielfältige kulinatische Angebote geben. Dann wird auch August der Starke den letzten Orangenbaum in Empfang nehmen und die einst gestartete Tradition wieder aufleben lassen.

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